Der leider 2022 trotz großer Beliebtheit wegen der scharfen EU-Vorschriften bei uns eingestellte Nissan Micra ist jetzt endlich wieder zu haben. Allerdings nur als reine Elektro-Version, Benziner werden aktuell nicht mehr gebaut.
von Achim Stahn (Fotos: Edda Stahn)
Los ging es mit dem Modell Ende 1982 als praktischer und vor allem bezahlbarer sowie zuverlässiger Kleinwagen. Mit ihm hatte keiner Probleme, auch nicht bei hohen Laufleistungen. Die Produktion der fünften Generation mit Verbrennungsmotoren wurde 2022 eingestellt.
Los ging es mit dem Modell Ende 1982 als praktischer und vor allem bezahlbarer sowie zuverlässiger Kleinwagen. Mit ihm hatte keiner Probleme, auch nicht bei hohen Laufleistungen. Die Produktion der fünften Generation mit Verbrennungsmotoren wurde 2022 eingestellt.
Anfang 2026 ging es dann mit der 6. Generation weiter, die erfindet sich als rein elektrisches Fahrzeug neu.
Technisch basiert das 3,97 Meter lange Modell mit Frontantrieb auf der Plattform des Renault 5 E-Tech.
Los geht es ab 27.990 Euro.
Gelungener optischer Auftritt
Keine Frage, der Wagen macht optisch was her, er steht selbstbewusst und cool auf der Straße.Dafür sorgen auch LED-Frontscheinwerfer plus kreisförmige Tagfahrlichter vorne und ähnlich designte Heckleuchten. Dieser Nissan fällt überall sofort positiv auf, erntet freundliche Blicke.
Der Eindruck innen ist ebenfalls tadellos, die Verarbeitung wirkt insgesamt ordentlich, das Platzangebot lässt in dieser Klasse keine Wünsche offen.
Das ist auch auf den Sitzen im Fond hervorragend.
In den Laderaum passen je nach Stellung der Rücksitzlehnen 236 bis 1.106 Liter rein.

Ordentlich bestückt
Die Ausstattung ist schon im Basismodell insgesamt ordentlich, in unserer Top-Ausstattung Evolve erfreulich umfangreich.Unter anderem sind Wärmepumpe, Navigationssystem, zahlreiche Assistenzsysteme, Sitz- und Lenkradheizung, Smartphone-Ladeschale (leider schwach dimensioniert), Klimaautomatik, Sitze in Lederoptik oder ein hochwertiges Soundsystem von Harman Kardon dabei.
Auch 18 Zoll große Alufelgen und eine Zweifarbenlackierung mit schwarzem Dach gehören dazu.
Mit einem Grundpreis von 34.900 Euro wird der neue Besitzer allerdings mit dieser Wahl auch kräftig zur Kasse gebeten.
Mit einem Grundpreis von 34.900 Euro wird der neue Besitzer allerdings mit dieser Wahl auch kräftig zur Kasse gebeten.

Wirft keine Fragezeichen auf
Das Infotainment mit Google-Integration (ab Ausstattung Advance) arbeitet angenehm schnell. Google Maps übernimmt die Navigation und Ladeplanung, mit an Bord sind auch Google Assistant, App-Einbindung und Sprachbedienung. Letztere funktioniert tadellos, da gibt es nichts zu meckern.Praktisch gelöst: Das System fährt schon beim Einsteigen hoch. Das spart Zeit und wirkt im täglichen Umgang angenehm unkompliziert.
Leider werden auch hier wie bei den meisten neuen Fahrzeugen Tempolimits oft falsch angezeigt. In der Stadt ebenso wie auf Landstraßen oder Autobahnen.
Gut gefallen hat uns das E-Pedal.
Gut gefallen hat uns das E-Pedal.
Damit bestimmt der Fahrer das Tempo fast ausschließlich mit dem Gaspedal.
Nimmt er den Fuß von dort, bremst der Micra wenn gewünscht bis zum Stillstand.
Zwei Motorisierungen zur Wahl
Das Basismodell mit 122 PS (225 Nm) und Frontantrieb benötigt 9,0 Sekunden für den Spurt auf 100 und ist abgeregelt maximal 150 km/h schnell.Die Reichweite liegt mit dem Basis-Akku (40 kWh) bei 317 Kilometern.
Für den Einsatz im reinen Stadt- und Pendelbetrieb reicht das völlig aus.
Wer auch öfters mal ein Stück weiterfahren muss, wählt die stärkere Variante mit 150 PS und 245 Newtonmeter Drehmoment.
Die hatten wir im 14-Tage-Test zur Verfügung.
Damit beschleunigt der Micra in 8,0 Sekunden von 0 auf 100.
Das Höchsttempo ist auch hier auf 150 km/h begrenzt.
Die Reichweite mit dem stärkeren Akku (52 kWh) liegt laut WLTP-Zyklus im Idealfall bei 416 Kilometern.
An diesen Wert kamen wir beim Volltanken über Nacht nie ran, es waren immer deutlich weniger.
Mit dem großen Akku plus mehr Motorleistung kommt der City-Stromer natürlich noch etwas zügiger an der auf grün umgeschalteten Ampel weg, schwimmt im dichten Verkehr ebenso problemlos mit wie sein etwas schwächerer Bruder.
Die Auslegung des Fahrwerks ist sportlich-straff aber nicht unkomfortabel, Laufkultur und Leistungsentfaltung sind tadellos.
Mit dem großen Akku plus mehr Motorleistung kommt der City-Stromer natürlich noch etwas zügiger an der auf grün umgeschalteten Ampel weg, schwimmt im dichten Verkehr ebenso problemlos mit wie sein etwas schwächerer Bruder.
Die Auslegung des Fahrwerks ist sportlich-straff aber nicht unkomfortabel, Laufkultur und Leistungsentfaltung sind tadellos.
Das verbraucht er
Laut vergleichbarer WLTP-Bewertung hat unsere Motorisierung einen Verbrauchswert von 14,7 kWh pro 100 Kilometer.Wir notierten am Ende über 14 Tage Mischverkehr 17,5 kWh.
Geladen wird an der Wallbox mit 11 kW Wechselstrom, am Schnelllader mit 80 kW bei der kleinen, bis 100 kW bei der größeren Batterie.
Geladen wird an der Wallbox mit 11 kW Wechselstrom, am Schnelllader mit 80 kW bei der kleinen, bis 100 kW bei der größeren Batterie.
Für das Auffüllen letzterer von 15 auf 80 Prozent gibt Nissan rund 30 Minuten an.
Im Alltag hilfreich ist das Befüllen der Batterie durch Rekuperation, also durch Rückgewinnung von Energie beim Bremsen. Einstellbar ist dies über Wippen am Lenkrad in vier Stufen.
Im Alltag hilfreich ist das Befüllen der Batterie durch Rekuperation, also durch Rückgewinnung von Energie beim Bremsen. Einstellbar ist dies über Wippen am Lenkrad in vier Stufen.
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