Experten warnten schon vom ersten Tag an, darauf hören wollte kaum einer: Unfälle mit E-Scootern steigen deutlich an
Da wird von der Entlastung des Verkehrs in den Städten und moderner Mobilität fabuliert, doch der Alltag und auch die Zahlen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) sprechen eine klare Sprache. Sie zeigen die tatsächlichen Auswirkungen der E-Scooter im Alltagsverkehr der Städte.
von Achim Stahn
Erschreckend ist die hohe Zahl junger Menschen, die in diese Unfälle verwickelt sind.
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Dort wurden unlängst die Zahlen zu Unfällen mit E-Scootern im Jahr 2025 veröffentlicht.
Im Vergleich zum Vorjahr kamen dabei 38,1 Prozent mehr Menschen zu Schaden.
Der Automobilclub von Deutschland (AvD) sieht angesichts dieser Daten dringend Bedarf an Maßnahmen für weniger Unfälle.
Nicht vergessen sollte keiner die Beeinträchtigung der Gehwege durch abgestellte oder umgefallene E-Scooter und das Einsammeln dieser nachts zum Aufladen.
Durch in der Regel sehr alte Diesel-Transporter.
Die danach natürlich quer durch das Stadtgebiet wieder verteilen.
Das die Mitarbeiter richtig schlecht bezahlt werden, gehört auch zur Betrachtung dieses Geschäftsmodells.
Ach ja: vom Auto umsteigen, das tut keiner, gewechselt wird allenfalls vom ÖPNV.
Erschreckende Zahlen
Insgesamt wurden bei Destatis 16.496 Unfälle mit Personenschäden registriert.Bei den insgesamt 38 Todesfällen starben 33 Menschen als Fahrer oder Mitfahrer auf einem E-Scooter.
16 der tödlich Verletzten gingen als Alleinunfälle, also ohne Beteiligung Dritter, in die Statistik ein.
Bemerkenswert auch die hohe Zahl von 822 Mitfahrern, die Verletzungen erlitten, darunter leider auch eine getötete Person.
Dabei erlauben die Vorschriften ausdrücklich nur eine Person auf dem E-Scooter, keine Mitfahrenden.
Erschreckend ist die hohe Zahl junger Menschen, die in diese Unfälle verwickelt sind.
53,6 Prozent der 2025 verunglückten E-Scooter-Fahrer waren jünger als 25 Jahre, 83,7 Prozent sogar jünger als 45 Jahre.
Dagegen gehörten nur 3,1 Prozent der Altersgruppe über 65 an.
Unfallursache meist Fehlverhalten
Bei den Unfallursachen verweist Destatis auf mehrfaches Fehlverhalten.Häufig (21,6 Prozent der Fälle) wurden die falsche Benutzung der Fahrbahn oder von Gehwegen benannt. Dabei müssen Fahrer von Rechts wegen, soweit möglich, auf Fahrradwegen oder Schutzstreifen unterwegs sein.
Sind solche nicht vorhanden, ist auf Fahrbahnen oder Seitenstreifen auszuweichen.
Das Fahren auf Gehwegen ist ausdrücklich verboten.
Unfallursache Alkohol
Auch Alkoholfahrten wurden verhältnismäßig oft (10,9 Prozent) festgestellt.
Daneben spielten nicht angepasste Geschwindigkeit und Fehler beim Abbiegen, Wenden, Rückwärtsfahren, Ein- und Anfahren eine Rolle.
Mindestalter anheben
Angesichts der Jahr für Jahr steigenden Unfallzahlen, insbesondere bei jüngeren Fahrern, spricht sich der AvD dafür aus, das Mindestalter für das Fahren von E-Scootern von 14 auf 15 Jahre anzuheben.
Dazu sollten diese jungen Fahrer von E-Scootern Kenntnisse über die Straßenverkehrsordnung und das Führen solcher Gefährte nachweisen müssen.
Entsprechendes wird heute von Personen verlangt, die ein Mofa im Verkehr fahren wollen.
Das Gefährdungspotential von E-Scootern ist mindestens ebenso hoch wie das von Mofas.
Wegen des leichten Zugangs sind die E-Roller gerade für Jugendliche sehr attraktiv.
Rücksicht vor anderen fehlt oft
Die fehlenden Kenntnisse der Verkehrsregeln sind nach Auffassung des AvD ein wichtiger Grund für das in der Statistik festgehaltene Fehlverhalten.E-Scooter-Nutzer lassen den Eindruck entstehen, dass Verkehrsregeln ignoriert werden.
Besonders Fußgänger fühlen sich in den Innenstädten (die Unfallschwerpunkte) durch rücksichtslose Fahrer von E-Tretrollern zunehmend gefährdet und vielfach auch körperlich bedroht.
Regelmäßige Kontrollen
Klar ist: Polizei und Ordnungsbehörden müssen deshalb stärker kontrollieren.
Die Behörden sind personell so zu verstärken, dass Verstöße verstärkt geahndet und die geltenden gesetzlichen Regelungen auch gegenüber E-Scooter-Fahrern durchgesetzt werden können.
Ohne Helm zu gefährlich
Der AvD schlägt zum Selbstschutz der Fahrer eine Helmpflicht und festes Schuhwerk für zweirädrige motorunterstützte oder angetriebene Fahrzeuge vor.
Die Sicherheit sollte für alle Verkehrsteilnehmer stets an erster Stelle stehen.
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