Am Abend steht das Auto noch vor der Tür, am nächsten Morgen ist es spurlos verschwunden. Für viele Fahrzeughalter ist diese Vorstellung ein Albtraum. Doch aktuelle Auswertungen zeigen, dass Autodiebstähle in Deutschland weiterhin ein ernstzunehmendes Problem sind.
Eine neue Untersuchung des VersicherungsJournals beleuchtet, in welchen deutschen Großstädten Fahrzeuge besonders häufig entwendet werden,
Sie macht deutlich, dass professionelle Täter gezielt Regionen mit hoher Fahrzeugdichte ins Visier nehmen.
Statistik mit klaren Worten
Die Dimension des Problems wird auch durch die polizeiliche Kriminalstatistik deutlich. Demnach wurden in Deutschland im vergangenen Jahr insgesamt 27.632 Diebstahldelikte von Kraftwagen amtlich registriert, und dies ist nur die gemeldete „Spitze des Eisbergs“.
Moderne Fahrzeuge werden zwar immer sicherer, gleichzeitig entwickeln auch Kriminelle ihre Methoden stetig weiter. Insbesondere bei Fahrzeugen mit schlüssellosen Zugangssystemen nutzen Täter zunehmend technische Hilfsmittel.
Um Funksignale abzufangen oder zu verlängern und so unbemerkt Zugriff auf das Fahrzeug zu erhalten.
Besonders betroffen sind Ballungsräume und Großstädte, in denen hochwertige Fahrzeuge für Täter besonders attraktiv sind.
Schutzmaßnahmen
Der AvD empfiehlt Fahrzeughaltern, einfache Schutzmaßnahmen konsequent umzusetzen.
- Fahrzeuge sollten nach Möglichkeit in Garagen oder gut einsehbaren Bereichen geparkt werden.
- Wertsachen gehören nie sichtbar ins Fahrzeug.
- Besitzer von Keyless-Systemen sollten ihre Schlüssel zuhause in speziellen Schutzhüllen oder abschirmenden Behältern aufbewahren.
- Zusätzliche mechanische Sicherungen, wie Lenkradkrallen und Pedalsperren oder Ortungssysteme, wie GPS-Tracker und Telematik, können den Aufwand für Täter erheblich erhöhen und im Ernstfall bei der Wiederbeschaffung helfen.
Schnelle Reaktion ist nötig
Kommt es dennoch zum Diebstahl, zählt jede Minute. Betroffene sollten umgehend die Polizei verständigen und Anzeige erstatten.
Anschließend müssen die Kfz-Versicherung sowie gegebenenfalls die Leasinggesellschaft oder die Finanzierungsbank informiert werden.
Wichtig ist außerdem, sämtliche Fahrzeugschlüssel und relevante Unterlagen bereitzuhalten, um die weitere Bearbeitung zu beschleunigen.
AvD Präsident Lutz Leif Linden:
„Der Verlust eines Fahrzeugs bedeutet für viele Menschen weit mehr als einen materiellen Schaden. Oft sind Mobilität, Arbeitsweg und Alltag von einem Moment auf den anderen betroffen. Umso wichtiger ist es, vorbereitet zu sein und im Ernstfall einen erfahrenen Ansprechpartner wie den AvD an seiner Seite zu haben!“
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