Fast 100.000 rein Elektro-Autos des Konzerns sind betroffen, bei Volkswagen sind es die Modelle ID.3, ID.4, ID.5 und ID. Buzz, bei Cupra nur der Born. Sie alle können Probleme mit Hochvoltbatterie haben.
Nach Berichten von kfz-betrieb, t-online und Reuters vom 24. März 2026 wird die Maßnahme beim Kraftfahrt-Bundesamt unter den Referenzen 16271R für Volkswagen und 16269R für den Cupra Born geführt.
Die internen Aktionscodes lauten 93MI und 93S4.
Bei den VW-Modellen reicht der betroffene Zeitraum laut Berichten bis
23. August 2024, beim Cupra Born vom 7. Februar 2022 bis zum 21. April 2024.
Hintergrund von diesem Rückruf: Module der Hochvoltbatterie können unter Umständen nicht den Spezifikationen
entsprechen.
Die Folgen reichen von verringerter Reichweite und gelber
Warnleuchte bis hin zu einer möglichen Brandgefahr.
Experten
bewerten den Rückruf als weiteres ernstes Warnsignal für Verbraucher
und für die Qualitätsprobleme bei der E-Mobilität.
Betroffen sind nicht nur einzelne Randmodelle, sondern wesentliche
Fahrzeuge der MEB-Plattform, also jener Elektroarchitektur, auf der ein
großer Teil der aktuellen Konzern-Elektromobilität basiert.
Der Rückruf betrifft nach den aktuellen Berichten insgesamt 94.031 Fahrzeuge weltweit, davon rund 28.000 in Deutschland.
Für die betroffenen Fahrzeuge ist ein Software-Update vorgesehen.
Zusätzlich sollen die Hochvoltbatterien in der Werkstatt überprüft, bei Bedarf einzelne Batteriemodule ersetzt werden.
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| Cupra Born |
Leider kein Einzelfall
Der aktuelle VW-Rückruf steht nicht isoliert da.
Vielmehr reiht er
sich in eine Serie gravierender Rückrufe bei E-Autos und
Plug-in-Hybriden ein, bei denen die Hochvoltbatterie oder deren
Steuerung im Zentrum steht.
Das zeigt, dass die Batterie bei vielen
Herstellern weiterhin einer der sensibelsten und haftungsträchtigsten
Bereiche der E-Mobilität ist.
Besonders deutlich wurde das
zuletzt bei Mercedes-Benz.
Der ADAC berichtete am 25. Februar 2026, dass bei
den Modellen EQA und EQB nach Brandgefahr die Hochvoltbatterien nun
vollständig ersetzt werden müssen.
Damit wurde aus einer langen Serie
von Warnungen, Nutzungseinschränkungen und Zwischenmaßnahmen schließlich
ein umfassender Batterietausch.
Auch Ford hat den Rückruf beim
Kuga Plug-in-Hybrid weiter verschärft.
Nach Angaben von auto motor und
sport vom 19. März 2026 und ADAC vom 19. März 2026 sind allein in
Deutschland über 74.000 Fahrzeuge betroffen.
Hintergrund ist auch hier erneut
Brandgefahr im Zusammenhang mit der Batterie.
Hersteller und Werkstätten arbeiten zunächst mit Einschränkungen und
Vorsichtsmaßnahmen.
Hinzu kommen weitere Fälle wie der
ID.4-Rückruf in den USA.
Reuters berichtete am 27. Januar 2026 über mehr
als 44.000 betroffene Fahrzeuge, auto motor und sport am 29. Januar
2026 sogar über mehr als 52.000 Fahrzeuge.
Die
Größenordnung mag je nach
Datenstand unterschiedlich dargestellt worden sein, doch die Tendenz
ist eindeutig: Batterieprobleme sind längst kein Einzelfall sondern ein
branchenweites Risiko.
Wer Hilfe sucht:
Dr. Stoll & Sauer, einer der führenden Kanzleien im deutschen Verbraucherschutz, bietet Betroffenen eine kostenlose
Ersteinschätzung im E-Mobilitäts-Online-Check an.
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