Mit dem Frühjahr ändern sich nicht nur Wetter und Lichtverhältnisse,
auch am Auto zeigen sich nun die Spuren der kalten Monate. Blütenstaub,
Schmutz, Feuchtigkeit und Rückstände aus der Winterzeit haben
Karosserie, Scheiben und Innenraum zugesetzt. Eine schnelle Fahrt durch
die Waschanlage reicht meist nicht aus, um das Fahrzeug gründlich zu
reinigen. Es gibt jetzt noch einiges mehr zu tun für Sicherheit wie Komfort im Alltag, und um den Fahrzeugwert zu erhalten.
Doch wer jetzt auf eine umfassende Pflege setzt, sorgt nicht nur
für mehr Sauberkeit und Fahrkomfort, sondern schützt auch den
Fahrzeugwert und beugt Schäden vor.
Die Profis vom ACV Automobil-Club Verkehr zeigen uns hier in sieben Schritten, wie das Auto fit fürs Frühjahr wird.
Neben der eigenen Arbeit am Wagen ist natürlich auch ein Technik-Check in der Kfz-Werkstatt anzuraten. Auch um Schäden und Ärger bei einer unnötigen Panne vorzubeugen.
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| Foto: Bernard Bodo |
1. Auto waschen
Problemzonen wie Unterboden und Radläufe sind oft mit Salz überkrustet, und auch aufgesammelter Straßenschmutz setzt dem Fahrzeug zu.
„Dreck ist der beste Freund von Rost“, wissen erfahrene Do-it-yourself-Schrauber und gönnen ihrem Auto daher eine gründliche Reinigung.
Besonders wichtig ist eine gründliche Vorwäsche, um hartnäckigen Schmutz vom Lack zu lösen und Kratzern durch Schmutzpartikel vorzubeugen.
Vor dem eigentlichen Waschen sollte grober Schmutz immer gründlich abgespült werden, um Kratzer im Lack zu vermeiden. Danach genügt oft auch ein günstiges Waschprogramm.
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Achtung bei der Unterbodenwäsche: Bei älteren oder beschädigten
Fahrzeugen kann Feuchtigkeit in Hohlräume eindringen. Moderne Autos mit
Kunststoffverkleidungen brauchen sie selten, aber bei starkem Schmutz
oder freiliegenden Metallteilen kann sie sinnvoll sein.
- Lack
schützen: Eine Konservierung schützt vor Sonneneinstrahlung und
Blütenpollen, hält aber nur wenige Wochen. Eine Hartwachsversiegelung
bietet bis zu sechs Monate Schutz.
- Felgenpflege:
Leichtmetallfelgen sollten vor der Wäsche mit säurefreiem Felgenreiniger
behandelt werden, um Salz- und Bremsstaub zu lösen. Eine
Felgenversiegelung erleichtert die nächste Reinigung. Darüber hinaus
bietet der ohnehin anstehende Wechsel von Winter- auf Sommerräder eine
gute Gelegenheit, auch das Felgenbett an der Radinnenseite gründlich zu
reinigen.
2. Innenraum reinigen
Auch im Innenraum lohnt sich der Frühjahrsputz: Denn vor allem im Bodenbereich sammeln sich in der nasskalten Jahreszeit oft Schmutz und Feuchtigkeit an und führen zu beschlagenen Scheiben und modrigen Gerüchen, wenn hier nicht konsequent Hand angelegt wird.
Fußraum zunächst gründlich aussaugen, um Splitt und anderen festen Schmutz zu entfernen.
Sonstigen Verunreinigungen an Armaturenbrett oder Verkleidungen sollte man mit einem nicht allzu feuchten Schwamm und milden Reinigern zu Leibe rücken.
Wichtig dabei ist eine anschließende vollständige Trocknung bei geöffneten Fenstern oder Türen.
Extra-Tipp: Feuchtigkeitsabsorber können helfen, Restfeuchte zu binden und die Luftqualität zu verbessern.
Nach einem feuchten Winter zudem:
- Klimafilter überprüfen
- Lüftungskanäle desinfizieren (reduziert Bakterien und Pilze)
3. Polster reinigen
- Beim Säubern der Sitze sollte möglichst wenig Feuchtigkeit in die Polster eindringen.
- Spezielle Polsterreiniger sind ideal, aber auch ein aufgeschäumter Haushaltsreiniger kann genutzt werden.
- Ledersitze und empfindliche Oberflächen mit einem Mikrofasertuch statt Bürste behandeln, um Kratzer zu vermeiden.
- Regelmäßige Lederpflege hält das Material geschmeidig und schützt vor Austrocknung.
- Cabrio-Besitzer sollten Reinigung und Imprägnierung vom Stoffverdeck nicht vernachlässigen.
4. Fußmatten trocknen
Die Trocknungsphase des Autos lässt sich nutzen, um die Fußmatten außerhalb zu reinigen. Gummimatten vertragen durchaus eine Behandlung mit dem Hochdruckreiniger, Stoff- oder Veloursmatten besser nur per Bürste und eventuell einem Reinigungsmittel behandeln.
Extra-Tipp: Gummimatten bleiben mit Pflegemittel geschmeidig und vermeiden Sprödigkeit.
Feuchte Matten sollten unbedingt außerhalb des Autos vollständig trocknen.
Denn vor allem über Fußmatten gelangt schnell Feuchtigkeit ins Auto.
Das begünstigt nicht nur unangenehme Gerüche und Schimmel, kann auch dazu führen, dass die Scheiben während der Fahrt von innen beschlagen.
5. Scheiben wischen
Auch die Scheiben innen haben einen speziellen Waschgang verdient, nachdem Gebläse und Heizung im Winter Schmutz und Feuchtigkeit auf die Glasflächen gewirbelt haben.
Gerade wenn im Frühjahr die Sonne tief steht, kann sich bei verschmutzten Scheiben schlagartig die Sicht verschlechtern.
Glasreiniger und ein fusselfreies Tuch sorgen wieder für den vollen Durchblick.
Extra-Tipp: Innenspiegel nicht vergessen.
Außen sollten die Scheiben auf Steinschläge kontrolliert und gegebenenfalls fachmännisch repariert werden.
Nach dem Winter lohnt sich außerdem ein Blick auf die Scheibenwischer, denn auch den Wischblättern haben Eis und Schnee ordentlich zugesetzt.
Hinterlassen sie einen schmierigen Film, reicht es, diese mit einem feuchten Tuch zu reinigen.
Sind die Gummis beschädigt, Wischblätter austauschen.
6. Kofferraum entrümpeln
Beim Frühjahrsputz sollte auch der Kofferraum nicht vergessen werden.
Beim Reinigen und Trocknen der Reserveradmulde lohnt es sich, gleich den Luftdruck des Reserverads zu prüfen.
Winterliche Extras wie Schneeketten, Skihalter oder Eiskratzer können jetzt in den Keller. Sie nehmen nur Platz weg und erhöhen unnötig das Fahrzeuggewicht, was den Spritverbrauch steigert.
Die Gelegenheit lässt sich auch nutzen, um Warndreieck, Warnweste und Erste-Hilfe-Kasten auf Vollständigkeit und Haltbarkeit zu überprüfen.
7. Check von Flüssigkeiten und Beleuchtung
Ein Blick unter die Motorhaube zeigt, ob das Fahrzeug die kalte Jahreszeit gut überstanden hat. Wichtig: Da die Elektronik empfindlich ist, sollte auf den Einsatz eines Dampfstrahlers verzichtet werden.
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Flüssigkeiten kontrollieren: Überprüft werden sollten Motoröl,
Kühlflüssigkeit und die Scheibenwaschanlage. In der warmen Jahreszeit
empfiehlt sich ein spezieller Sommer-Scheibenreiniger. Falls noch
Winterreiniger im Tank ist, sollte sichergestellt werden, dass er mit
dem Sommerreiniger kompatibel ist, um Schlieren zu vermeiden.
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Beleuchtung: Alle Lichter auf ihre Funktionsfähigkeit testen, natürlich auch Rückfahrlicht und Nebelscheinwerfer.
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