Hohe Kraftstoffpreise: ein gleichmäßiger Fahrstil mildert die Folgen in der Haushaltskasse

Autofahrer müssen an der Zapfsäule derzeit besonders tief in die Tasche greifen. Die Kraftstoffpreise haben unter dem Vorwand des Iran-Konflikts zu einem Höhenflug angesetzt. Genauer gesagt zocken uns die Mineralölgesellschaften mies ab. Denn den an deutschen Tankstellen teuer verkauften Kraftstoff haben sie noch billig vor ein paar Monaten eingekauft.



Das sieht jeder, doch die Politik nicht, die fummelt mit irgendwelchen genialen Methoden rum.

Fahrende können teilweise gegensteuern, wenn sie die Grundsätze des energiesparenden Fahrens umsetzen. 
Die Experten von DEKRA sagen, worauf es dabei ankommt.

Wenn die Ölpreise explodieren, ist beim Gasgeben Zurückhaltung gefragt. „Den größten Effekt bringt ein gleichmäßiger, vorausschauender Fahrstil“, sagt Reinhard Buchsdrücker, Fahrtrainer bei DEKRA. 

„Sanft beschleunigen, auf Kickdowns und abrupte Bremsmanöver verzichten, stattdessen das Fahrzeug rollen lassen und den Eco-Modus nutzen, wo immer möglich.“

Umgekehrt wird bei Fahrten am Limit ein stattlicher Zuschlag fällig.
Ebenfalls wichtig: früh hochschalten, damit der Motor mit niedriger Drehzahl im effektivsten Bereich läuft. 

Weitere Prozente lassen sich einsparen, wenn beim Ampel-Halt und bei längeren Stopps, etwa am Bahnübergang, der Motor ausgeschaltet wird, sofern diesen Job nicht die Start-
Stopp-Automatik übernimmt.

Jedes Kilo Gewicht bewegen, kostet Energie. Deshalb das Fahrzeug von unnötigem Ballast befreien, etwa von nicht benötigtem Winterzubehör. 

Auch Minderdruck in den Reifen führt zu mehr Durst der Maschine. Er erhöht den Rollwiederstand und schlägt bereits bei 0,5 bar unter Herstellerempfehlung mit 5 Prozent höherem Verbrauch zu Buche. 

Selbst Kleinigkeiten geben in der Summe einen spürbaren Effekt: 
- beim Starten nicht Gas geben
- den Motor nicht warmlaufen lassen 
- nach dem Einsteigen erst anschnallen und fahrbereit machen, dann den Motor starten und sofort losfahren 
- elektrische Verbraucher (z.B. Gebläse) nur so lange wie nötig einschalten.

„Das alles funktioniert aber nur, wenn das Fahrzeug regelmäßig gewartet und optimal eingestellt ist“, erinnert Buchsdrücker. 

Zudem könnten Privatleute zuweilen von Profis lernen, etwa in puncto Streckenplanung, die manche unnötige Route einspart. 

Ebenso sind Fahrgemeinschaften geeignet, das Portemonnaie und die Umwelt zu schonen. 

Überdies lässt sich mancher Gang zum Bäcker zu Fuß oder mit dem Fahrrad bewältigen. „Ein Auto, das in der Garage steht, verbraucht am allerwenigsten.“ 


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