Unser 14-Tage-Test: diesmal fahren wir den VW Caddy, ein rundum praktisches Alltagsfahrzeug mit Platz für alles Mögliche

Wer ein geräumiges aber dennoch kompaktes Fahrzeug mit extra großem Ladeabteil will oder benötigt, kommt am VW Caddy nicht vorbei. Den fuhren wir als sehr sparsamen Diesel zwei Wochen durch den ganz normalen Alltag inklusive Autobahntour. 
    von Achim Stahn


Handwerker und Familien mögen ihn, denn er will und kann es jedem recht machen. Wir fuhren hier die Familien-Variante (ab 33.368 Euro), dort findet im Heckabteil auch ein Kinderwagen locker Platz. 

Der VW Caddy ist eine richtige Familienkutsche mit Platz für alles mögliche.   Fotos: Edda Stahn

Das Platzangebot

Diesen VW gibt es in zwei Längen, unsere Basisversion bringt es auf 4,5 Meter. 

Das Gepäckabteil ist enorm, es fasst im Normalzustand reichlich, bei umgelegten Rücksitzen sind es bis zu 2.556 Liter. Ein vorbildlicher Bestwert.

Wem das nicht reicht, greift am besten zur Langversion Caddy Maxi: 
Die kommt auf 4,85 Meter, hat im Heck entweder eine dritte Sitzreihe mit zwei klapp- und entnehmbaren Einzelsitzen oder noch mehr Stauvolumen.

Der Innenraum ist großzügig dimensioniert, in allen Bereichen. 

Beim optischen Auftritt würde man sich allerdings etwas mehr Liebe zum Detail und ein hochwertigeres Interieur statt Plastik-Look wünschen. 
So richtig störend ist das nicht, könnte aber besser sein.
  

Die Motorisierung 

Es gibt einen Benziner mit 116 PS und den Zweiliter-Diesel mit 102 und 122 PS. 

Dazu kommt noch eine Plug-in-Hybrid Version, bei VW eHybrid genannt. Die bringt es im Zusammenspiel von Benziner und Elektromotor auf eine Systemleistung von 150 PS. 
Dank hoher nutzbarer Batteriekapazität (19,7 kWh) soll eine elektrische Reichweite von bis zu 122 Kilometern möglich sein.
 


Unser stärkster Turbodiesel zeigte sich mit seinen 122 PS und 320 Newtonmeter Drehmoment nie untermotorisiert, beim Ampelstart musste er sich dank schubstarker Einstellung nicht verstecken. 

Dieser Vierzylinder schiebt selbst bei niedrigen Drehzahlen schon nachdrücklich an. 
 
Die von uns gefahrene Variante ist für die meisten Aufgaben völlig ausreichend motorisiert. 
Bergauf ging dem Wagen nie die Puste aus, das serienmäßige 7-Gang-DSG schaltete erfreulich schnell und ruckfrei. 

Der Spurt aus dem Stand auf 100 ist in knapp zehn Sekunden vollbracht, weiter oben geht es laut Werksangabe bis 183 km/h. Die schaffte er im Test auch ohne Probleme.

Der Verbrauch

Beim Verbrauch punktet der Wagen laut WLTP mit durchschnittlich 5,8 Liter (CO2: 152 g/km)). 

Wir notierten im realistischen Alltag in der Stadt regelmäßig unter sieben Liter und auf Landstraßen unter sechs Liter. 
Bei einer längeren Tour auf der Autobahn zeigte der Bordcomputer zwischen sechs und sieben Liter mit 130 km/h an. 

Mit dem Tankvolumen von 50 Liter lassen sich so hohe Reichweiten ohne ungewollte Zwischenstopps erzielen.
 

So fährt er sich

Der frontgetriebene Caddy lenkte präzise ein, rollte recht geschmeidig über Querfugen. 
Das Fahrwerk enttäuschte auch sonst nicht, der Federungskomfort ist für einen Van sehr gut. 

Selbst bei schneller Fahrt auf leerer Autobahn fühlt man sich sicher aufgehoben. 

Die Ausstattung 

Serienmäßig rollen alle Caddy-Varianten z.B. mit Verkehrszeichenerkennung, Temporegelanlage, Ausparkhilfe, Ausweichunterstützung, Abbiegeassistent, Aufmerksamkeits- und Müdigkeitserkennung vom Band. 


Superpraktisch zum Ein- und Aussteigen oder auch Beladen sind natürlich die seitlichen Schiebetüren. 
Bei Familien-Vans ist diese Wahl eindeutig das beste Türkonzept. 

Neben USB-C-Buchsen vorn und hinten gibt es zwei 12-Volt-Anschlüsse (einer im Laderaum) für Kühlboxen oder andere Geräte.


Unsere Ausstattung „Life“ (ab 34.873 Euro) hatte auch 16 Zoll große Alufelgen, Klapptische an den Rücklehnen der Vordersitze oder eine Einparkhilfe im Heckbereich an Bord.

Für mehr Komfort sorgt der optionale ergoComfort Sitz, ausgezeichnet mit dem AGR-Gütesiegel⁠. 
Der schont den Rücken durch umfangreiche Einstellmöglichkeiten. 

Zur Sitzlängs­-, Sitzhöhen-­, Sitztiefen-­, Sitzneigungs-­, Lehnen-­ und Kopfstützenverstellung kommt eine elektrische 4­-Wege­-Lendenwirbelstütze. 


Wer will, bestellt eine elektrische Zuziehhilfe für die Schiebetüren und Heckklappe und einiges mehr dazu.








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