Ein Stromer mit ausreichender Reichweite: Kia baut mit dem EV2 seine ohnehin beachtliche Modellpalette weiter aus

Kia baut seine ohnehin schon beachtliche Modellpalette konsequent weiter aus, vor uns gerade gefahrene jüngste Spross hört auf die Bezeichnung EV2. Das kleinste rein elektrisch angetriebene Fahrzeug der Marke aus Südkorea haben wir im schönen Rhein-Main-Gebiet getestet.
    von Gerolf Ermisch 

Bei den Elektroautos soll das rund vier Meter lange Modell eine erstklassige Alternative vor allem für den Einsatz im urbanen Bereich sein. Also für eher kürzere Strecken. 

Je nach Ausstattungsvariante ist der Kia EV2 in zehn Außenfarben erhältlich. Das hier gezeigte Frostblau ist optional zu haben, kostet 390 Euro Aufpreis.     Fotos: Gerolf Ermisch
 

Attraktive Optik außen wie innen ...

Schon auf den ersten Blick lässt sich der EV2 klar als Kia identifizieren. Die steil stehende und geschlossene Front wird von weit außen liegenden Tagfahrlichtern begrenzt. Dadurch baut der Wagen optisch breit, wirkt sehr modern. 

 
An der klar gezeichneten Flanke fallen die Türgriffe auf, die bei der Fahrt und im verschlossenen Zustand eben anliegen und damit sozusagen in den Türen verschwinden. 
 
Auch das Heck wirkt aufgeräumt, außer den weit unten angesetzten Rückleuchten stört kein Heckscheibenwischer die Formgebung. Der ist unter dem Dachspoiler versteckt.
 

Innen erwartet die Passagiere ebenfalls das bekannte Kia-Design. Alles ist klar strukturiert, die Materialien sind sorgsam ausgewählt und tadellos verarbeitet. 
 
Das Armaturenbrett wird von einer schon aus anderen Modellen bekannten und durchgehenden Display-Einheit dominiert, die drei verschiedene Anzeigen beherbergt. 
Zwischen dem Tachodisplay links und dem für das Infotainment rechts ist die Bedienung der Klimatisierung positioniert. 
 
Das Armaturenbrett ist in Stoff gehüllt, ebenso wie die Sitze, welche in der höchsten Ausstattungslinie aber auch in Ledernachbildung geordert werden können.
 
Das Platzangebot vorne ist erstaunlich, Kniefreiheit für die Pas­sagiere der zweiten Sitzreihe klassentypisch begrenzt. 
Die kubische Bau­form sorgt dort allerdings für mehr als genug Kopffreiheit. 
 
Optional erhältlich ist eine zweigeteilte, verschiebbare Rücksitzbank, die das Ladevolumen von 362 auf 403 Liter erhöht. Klappt man die Rücksitze um, erweitert sich der Stauraum je nach gewählter Sitzkonfiguration auf 1.160 bis 1.201 Liter.

Viele Ausstattungs-Optionen ...

„Light“, „Air“, „Earth“ und „GT-Line“ nennen sich die vier Ausstattungslinien, in denen der EV2 zu haben ist. Los geht’s bei 26.600 Euro, für die Topversion werden mindestens 36.890 Euro fällig. 

Schon in der Einstiegsvariante „Light“ ist der kompakte Stromer ordentlich bestückt. So sind hier aktive Spur-, Tempo- und Totwinkelassistenten ebenso an Bord, wie auch das 31,2 Zentimeter große Display vor dem Fahrer. Daneben ist eine kabellose Smartphoneintegration via Apple CarPlay oder Android Auto und einiges mehr mit dabei. 
 
Einziges Manko: der EV2 ist in der Ausstattung „Light“ nicht für den Anhängerbetrieb zugelassen. Das ist erst mit der nächst höheren Version „Air“ möglich, die kann 750 Kilogramm ziehen.
Über der Grundausstattung gibt es eine Fülle weiterer Details mit denen sich der EV2 bestücken lässt. 
 
So lässt sich das Smartphone auch als Schlüssel verwenden. Steckt es in der Tasche, kann der Wagen geöffnet und gefahren werden. 
Praktisch: Diese Funktion ist auf Wunsch auf bis zu 15 Nutzer erweiterbar, ideal auch für Betriebe zur Mehrfach­nutzung via Firmenhandys.
 

Zwei Akkugrößen ...

Der immer frontangetriebene EV2 ist mit zwei verschiedenen Akkugrößen und davon abhängiger Leistung zu haben. Das Basis-Batteriepaket (42,2 kWh) versorgt einen 146 PS starken E-Motor, der maximal 250 New­tonmeter Drehmoment abgibt. Damit beschleunigt das kompakte SUV bei Bedarf in 8,7 Sekunden aus dem Stand auf 100 km/h. 

Im Schnitt soll sich der so ausgestattete EV2 laut WLTP je nach Radgröße zwischen 15,1 und 15,5 Kilowattstunden Strom auf 100 Kilometer genehmigen. Im Idealfall kommt er so gestärkt bis zu 317 Kilometer weit.

Unser an mehreren Tagen bewegte Testwagen kam nach 440 Kilometern am Ende auf 14,8 kWh.

Wer mehr Reichweite benötigt, greift ab Juli 2026 zur Variante mit größerem Akku (61,0 kWh). Bei einem Durchschnittsverbrauch von um die 16 kWh sind hier bis 453 Kilometer drin. 
EV2-Fahrer müssen dann jedoch mit etwas weniger Leistung auskommen. 
Konkret beschleunigen ihn dann 135 PS bei ebenfalls 250 Newtonmeter Dreh­moment in 9,5 Sekunden auf 100. 
Bei 161 km/h ist allerdings unabhängig von der Akkugröße Schluss mit dem Vortrieb. 
 

Geladen wird der mit einem 400 Volt Bordnetz ausgestattete Südkoreaner mittels 11 kW Wech­selstrom oder bis zu 118 kW Gleichstrom in 30 Minuten von 10 auf 80 Prozent. Daneben gibt es für die größere Akkuvari­ante auch eine Wechsel­strom-Option mit 22 kW.

Wie man es von Kia kennt, kommt auch der in Slowenien produzierte EV2 mit einer Garantie von bis zu 7 Jahre (oder 150.000 Kilometer) bzw. bis zu 8 Jahre (oder 160.000 Kilometer) auf die Batterie.




 

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