Der Druck aus Brüssel zwang nicht nur Alfa Romeo rein elektrische Modelle zu entwickeln. Allerdings wurde in Italien im Hintergrund die Möglichkeit offen gelassen, im Fall eines Falles auch Benzin-Motoren einzubauen. So kam es dann auch, denn die Verkaufszahlen der reinen E-Varianten waren für die Produktionslinien viel zu klein.
Angeboten wird der Junior nun neben der E-Variante auch als Mildhybrid-Benziner.
Mit Allrad ebenfalls.
Der Wagen mit Frontantrieb stand uns zwei Wochen für einen Alltagstest zur Verfügung.
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| Der Alfa Romeo Junior rollt mit stylischem Auftritt vom Band. Das spielt gerade bei dieser im Jahr 1910 gegründeten Marke aus Italien eine wichtige Rolle. Fotos: Edda Stahn |
Der Name „Junior“ ist für die Marke aus Mailand nichts Neues.
Er stand schon in den 1960er-Jahren für bezahlbare und doch sportliche Modelle, die vor allem junge Fahrer begeistern sollten.
2025 entwickelte sich der Junior bei Alfa Romeo zum zentralen Wachstumstreiber, brachte viele Neukunden ins Haus.
Bis Anfang 2026 gab es schon über 60.000 Bestellungen.
17 Prozent davon entfielen auf die vollelektrischen Versionen, genannt Elettrica.
Damit war der knapp 4,2 Meter lange Wagen entscheidend für eine Steigerung der weltweiten Verkaufszahlen um über 20 Prozent.
Eroberte sogar in seiner Klasse den dritten Platz bei den Premium-SUV.
Die Motorisierung
Ergänzt wird der Junior heute neben dem Elettrica mit 156 PS (ab 39.500 Euro) oder 280 PS (ab 48.500 Euro) von dem Ibrida, einem Mildhybrid mit 48 Volt System.
Hier unterstützt den 1,2 Liter großen Dreizylinder-Benziner (136 PS) ein kleiner E-Motor, beide bringen es zusammen auf 145 PS.
Diese Variante ist mit 30.450 Euro attraktiv gepreist, ist auch als gleichstarke Allradversion Q4 ab 34.950 Euro zu haben. Dort optimiert den Antrieb ein weiterer kleiner E-Motor an der Hinterachse.
Das hier geschnürte Paket sorgt für spritzige Fahrwerte, die Reaktion auf den Druck vom Fuß rechts ist schnell.
Bis auf 100 dauert es 8,9 Sekunden, auf Autobahnen sind 200 km/h drin.
Hybrid-Technologie senkt den WLTP-Verbrauch auf 4,8 Liter Super (CO2: 109 g/km), im realen Alltag ebenfalls.
Speziell im Stadtverkehr sind bis 50 Prozent der Fahrt rein elektrisch möglich.
Dort notierten wir immer wieder um die fünf Liter.
Am Ende unser Testfahrt über insgesamt 799 Kilometer waren es durchschnittlich 6,6 Liter.
Die Ausstattung
Schon das Basismodell ist recht ansehnlich ausgestattet, 17 Zoll große Aluräder und LED-Scheinwerfer inklusive. Der ordentlich große Multimedia-Bildschirm steckt fahrerfokussiert formschön im Armaturenbrett, bestens bedienbar und abzulesen.
Wer mehr will, wählt die Varianten Sprint, TI, Veloce oder Sport Speciale.
Mit unter anderem größeren Felgen, Sportfahrwerk oder Alcantara-Dekoren.
Optional sind auch 180-Grad-Rückfahrkamera, elektrisch verstellbare Sitze, elektrische Heckklappe oder Glasschiebedach mit an Bord.
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| Das stimmige Design außen wird innen konsequent weitergeführt. Die Aufteilung wirkt und ist angenehm fahrerorientiert, die insgesamt sportliche Atmosphäre reizvoll. |
So fährt er sich
Die Sitze sind bequem, die Lenkung ist knackig, gibt eine gute Rückmeldungen zu dem, was gerade an den Rädern stattfindet.
Das Raumangebot ist vorne in Ordnung, auch für größere Zeitgenossen.
Wie in dieser Klasse üblich, bietet sich den Passagieren im Fond eher wenig Beinfreiheit.
Großzügig dagegen das Ladeabteil im Heck: je nach Stellung der Rücksitzlehnen passen dort 415 bis 1.280 Liter rein.
Das ist genügend Platz für die Reise in den Urlaub auch weiter weg.
Nicht gefallen hat uns die vom Fahrer aus schlecht erreichbare Öffnungsklappe vom Handschuhfach, dort ist der Deckel innen zudem nicht gut entgratet.
Auch das verzögerte Motoranspringen nach dem Druck auf den Startknopf passt nicht zu einem Alfa.
Ansonsten gab es nichts zu bemängeln, uns und anderen gefiel der Wagen im Alltag bestens.
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