Der XC60 bekommt jetzt einen rein elektrischen Bruder

Das Jahr 2008 war das Jahr der SUV des D-Segments, denn außer Pionieren, wie BMW mit dem X3, war die Auswahl bei den Mittelklasse-SUV noch recht überschaubar. 
     von Gerolf Ermisch
 

Das sollte sich ändern, denn in jenem Jahr brachte Mercedes den GLK, Audi den Q5 und Vol­vo den XC60 zu den Händlern. Sie alle verkauften sich vom Start weg wie geschnitten Brot.

Die Er­folgsgeschichte des höher gelegten Schweden setzte sich ab 2017 mit der zweiten Ge­ne­ration des XC60 fort. Eben­falls ein Erfolgstyp seit nunmehr neun Jahren. 

Neben op­ti­schen wird er bald auch mit wei­teren technische Verfeinerungen im Handel stehen, wie uns der Leiter der Kommu­nikation bei Volvo, Michael Schweitzer, in Hamburg infor­mierte. 

Michael Schweitzer, Leiter der Kommunikation bei Volvo, erläuterte uns die technischen Details des neuen EX60.    Foto: Gerolf Ermisch

Technik & Purismus ...

Dort ging es zuvorderst aber um den neuen EX60. Der wird der erste rein elektrische Volvo im D-SUV-Segment sein und ab Sommer 2026 die Modellpalette erweitern. 

Das markentypische Design wird hier konsequent fort­geführt. Mit seinem vor­bild­lichen cw-Wert von 0,26 bie­tet er dem Wind we­nig Angriffs­fläche. 

Dazu tragen rahmenlose Türen mit bündiger Verglasung und Türgriffe im Flügel-Design ebenso bei, wie die abgeschrägte Dachlinie und die prägnant aus­geformte Schulterlinie. Sie mün­det in charakteristischen, zwei­geteilten LED-Rückleuchten. 



Innen bietet der EX60 ein heutzutage beliebtes Wechsel­spiel aus hochwertigen Elemen­ten und Purismus. 

In Sachen In­fotainment ist alles an Bord, ne­ben einem 11,4 Zoll großen Fah­rerdisplay, das im optimalen Sichtbereich liegt, dominiert ein leicht gebogenes, 15 Zoll Zen­traldisplay. 

Zusätzlich zum Laut­stärkeregler unter dem großen Bildschirm lassen sich beide An­zeigen unter anderem über hap­tische Tasten am Lenkrad steu­ern, über die auf Wunsch auch Googles KI-Assistent „Gemini“ aktiviert werden kann. 



Ebenso das Audio­system von Bowers & Wilkins mit 28 Laut­spre­chern, einige sind sogar in den Kopf­stützen vorn wie hinten untergebracht. Entspre­chend ein­drucksvoll ist der Klang.

Platz gibt es vorne wie hinten reichlich, ein ebener Boden sorgt neben dem festste­hen­den Panoramaglasdach, das sich auf Wunsch elektrochromatisch verdunkeln lässt, für ein luftiges Raumgefühl. 

Trotzdem hält der EX60 viele Ablagemöglich­kei­ten bereit. 
So ersetzt beispielsweise ein einfach zugängliches großes Stau­fach unter dem Zen­tral­dis­play das Handschuhfach. 

Innovative Sicherheit ...

Die schwedischen Erfinder des Dreipunktgurtes lassen sich wie gewohnt aber auch beim Thema Sicherheit nicht die But­ter vom Brot nehmen. 

So bietet der EX60 neben unzähligen Ka­meras und Sensoren außen, innen auch einen multiadaptiven Sicher­heitsgurt, des­sen Gurtkraft­be­grenzer im Falle des Falles die Rückhalte­energie individueller an die In­sassen anpasst. 
In 12 Stufen re­gelt das innovative System im EX60, was mögliche Verletzun­gen durch zu straffe oder zu ge­ringe Rück­hal­tebegrenzung wei­ter minimiert.

Technisch geht man aber auch in Sachen Karosserie und An­trieb neue Wege. 
So verwendet der gro­ße Schwede als erster das so ge­nannte „Megacasting“. 
Hier ersetzt eine gro­ße Alu­minium-Gussform ins­ge­samt 124 Einzel­teile, was für Gewichts- und Kos­tenersparnis sorgt.

Daneben ist das Akku­paket vollständig mit der Karos­serie­struktur verbunden, was eben­falls etliche Kilos einsparen und die Steifigkeit des E-SUV erhö­hen soll. 

Auftretende Be­den­ken hinsichtlich möglicher Akku­ausfälle und damit einher­gehen­der kostspieliger Repara­turen be­gegnen die Schweden mit einer zehnjährigen bezie­hungs­weise 240.000 Kilometer langen Ga­ran­tie auf das Batte­rie­paket. 

Hohe Reichweite ... 

Zum Start im Sommer gibt es davon zwei verschiedene. So ist das Einstiegs-Modell als P6 (374 PS, Heckantrieb) mit ei­ner Ak­ku­kapazität von 83 kWh zu haben. 

Maximal sollen so bis zu 620 Ki­lo­meter laut WLTP möglich sein. 

Wer mehr will, greift zum P10, der mit Allrad, 510 PS und 95 kWh großer Batterie bis zu 660 Kilometer weit kommen soll.

Anfang 2027 folgt dann noch die Topversion P12 mit zwei E-Mo­toren und insgesamt 680 PS. 
Der 117 kWh große Akku soll bis zu 810 Kilometer schaffen. 

Alle drei Varianten kommen mit 800 Volt Ladearchitektur. Das er­möglicht die Spei­cher in unter 20 Minuten von 10 auf 80 Prozent zu laden. 

Auch gut ziehen kann der EX60, nimmt zwischen 2 und 2,4 Ton­nen an den Haken. 

Die Preise bewegen sich zwi­schen 62.990 Euro für das Ein­stiegsmodell P6 und 78.790 Eu­ro für den P12 mit Vollaus­stat­tung.



Tipps zur Blog-Nutzung

Alles rund um unsere Mobilität: Autos, Bikes, Räder, Reisen mit zwei und vier Rädern,  
Nutzfahrzeuge, Insider-Tipps, Motorsport, Verkehrsrecht und vieles mehr.
 
Zur Startseite dieses Blogs geht es hier:
https://mobilitaet-heute.blogspot.com 

 
Einfache Themensuche 
1. oben im Blog mit der Lupe
(Suchwort eingeben, alles dazu wird gezeigt)
2. Kästen am Textende anklicken


Interessantes senden an 
achim.stahn@interpress-ipr.de

want to know more 

press buttons below or:

https://mobilitaet-heute.blogspot.com


Kommentare