Der Dacia Bigster ist ein echter Preis-Leistungsriese

Er kam, sah und siegte: Inner­halb weniger Monate schaffte es der Bigster auf Platz eins bei den Verkaufs­zahlen des rumä­ni­schen Her­stellers mit franzö­sischen Wurzeln.
     von Gerolf Ermisch 
 
Der große Bruder machte dem bishe­ri­gen No. 1 Verkaufs­schla­ger Duster im eigenen Stall Kon­kurrenz. Doch ist er zu Recht so er­folg­reich? 

Das wollten wir in unse­rem 14-Tage-Alltagstest im verschneiten Fe­bru­ar selbst herausfinden.
 
Fotos: Isabel Ermisch

Modernes Familiengesicht

Dem ungeübten Auge reicht ein „auf den ersten Blick“ beim Bigster nicht unbedingt. Hier muss man zweimal hinschauen, um ihn nicht für einen Duster zu halten. 
 
Zwar unterscheidet er sich aufgrund des nicht uner­heblichen Größenunterschieds von seinem kleinen Bruder, al­lerdings sind die Linienfüh­run­gen sehr nahe beieinander. 

Doch warum nicht? Immerhin ist der Duster nicht nur aufgrund seines Preis-Leistungs­verhält­nisses ein Verkaufsschlager. 

Das aktuelle Markendesign im Aben­teuer-Look ist gut gelungen, es wirkt bei dem Bigster nochmals prominenter. 
 

Hier gibt's keine Probleme

Der Innenraum spiegelt eben­falls das aktuelle Dacia-Design mit vielen Ecken und Kanten. 
Neben dem mittig positionierten Zentraldisplay kommt auch die Tachoeinheit immer digital da­her. 
 
Je nach Va­riante erstreckt sich diese auf 10 Zoll Größe und ist damit genau so groß wie der Multimedia-Bildschirm im Ar­ma­tu­renbrett. 

Gut gelöst: darun­ter befin­det sich die separate Be­dien­einheit für die Klimati­sie­rung. 
 
Im Fond haben die Passagiere reichlich Platz, sowohl in Sa­chen Kopffreiheit wie für ihre Beine. 
Kein Wunder, immerhin ist der Bigster über 4,5 Meter lang. 
 
Und ist die Ladeluke hinten einmal geöffnet, gibt sie 546 Liter frei. 
Eine Menge Platz, der sich durch Umklappen der Rück­sitze ruck­zuck auf bis zu 1.851 Liter er­weitern lässt.

Viel Auto für’s Geld ...

Dacia bietet bekanntermaßen für vergleichsweise wenig Geld verhältnismäßig viel Auto. 
So ist der Bigster bereits ab 23.990 Eu­ro in der Ausstattung Essential zu haben. 
 
Darüber gibt es ihn in den Varianten Expression, Jour­ney und Extreme, welche mit einem Start­preis von 32.790 Eu­ro oben ab­schließt. 
 

Unser Test­wagen kam in der Ausstat­tungs­linie Journey, für die Dacia min­destens 27.290 Euro verlangt. Doch damit ist der Wagen nahezu vollausgestattet.  

An Bord sind unter anderem:
- glanzgedrehte 18 Zoll große Alu­­räder
- elektrisch zu öffnende Heck­klap­pe
- elektrisch verstell­barer Fah­rersitz (so einen Beifah­rer­sitz gibts nicht)
- Fernlicht­assistent
- In­duktionsladefläche für das Smartphone
- Zwei­zo­nen-Klimaautomatik
- adap­tiver Tempomat 
- 360 Grad Ka­me­rasystem
 

Auch mit LPG zu fahren ...

In Sachen Antrieb ist der Big­ster ähnlich flexibel, wie der Duster. 

Es gibt zwar keinen Die­sel (jedenfalls nicht in Europa), dafür sind zwei der vier wählba­ren Motorisierungsarten neben Benzin auch mit LPG betreibbar, al­so mit Flüssiggas. 

In drei der vier Leis­tungsstufen sorgt ein 1,2 Liter kleiner, turbo­auf­geladener Drei­zylinder, im­mer zusammen mit einem E-Motor, für den Vortrieb. 

Dabei leisten die Einstiegsvarian­ten „mild hy­brid 140“ und „mild hybrid-G 140“ 140 PS, die Vor­derachse wird in beiden aus­schließlich über ein manuelles Sechsgangge­triebe angesteuert.
 
Die durch einen größeren Elek­­tromotor mit etwas mehr Leitung ausgestattete Version „hybrid-G 150 4x4“ kann mit einer Sys­temleistung von 154 PS aufwarten. 

Hier steuert der E-Motor 14 PS bei, ist zugleich für den zusätz­lichen Antrieb der Hinterräder verantwortlich. 
Eine raffinierte Konstruktion. 
Nur diese An­triebsart ist mit Allrad und Doppel­kupplungs-Auto­matikgetriebe zu haben. 
 
Der Namenszusatz „G“ steht hier für den LPG-Betrieb. 
Dabei wird im Bigster der 50 Liter große Benzin­tank zusätzlich um einen ebenfalls 50 Liter fassenden Flüssiggastank erweitert. 

Mit dieser Kombination soll er laut vergleichbarem WLTP-Zy­klus Reichweiten von über 1.500 Kilometer schaffen. Da staunen alle Mitbewerber!
 
 
Unser Testkandidat war mit der Topmotorisierung „Hybrid 155“ ausgestattet. 

Hier arbeitet ein 1,8 Liter großer Sauger-Vierzy­lin­der, der gemeinsam mit einem E-Mo­tor seine Kraft von 158 PS über ein Multi-Mode-Automatik­ge­trie­be an die Räder vorne schickt. 

Wir notierten am Ende unseres Test einen Durchschnittsver­brauch von 6,9 Liter Super.
 
Das hat uns schon überrascht: die mit der stärksten Motorisie­rung ausgestattete Variante nimmt mit einer Tonne am wenigsten an den Haken. 
Alle anderen Versionen können bis zu 1.500 Kilogramm ziehen.  

 

Tipps zur Blog-Nutzung

Alles rund um unsere Mobilität: Autos, Bikes, Räder, Reisen mit zwei und vier Rädern,  
Nutzfahrzeuge, Insider-Tipps, Motorsport, Verkehrsrecht und vieles mehr.
 
Zur Startseite dieses Blogs geht es hier:
https://mobilitaet-heute.blogspot.com 

 
Einfache Themensuche 
1. oben im Blog mit der Lupe
(Suchwort eingeben, alles dazu wird gezeigt)
2. Kästen am Textende anklicken


Interessantes senden an 
achim.stahn@interpress-ipr.de

want to know more 

press buttons below or:

https://mobilitaet-heute.blogspot.com

 

Kommentare