Umfrage im Auftrag des Fernstraßen-Bundesamtes (FBA) zeigt: viele haben ein mulmiges Gefühl bei Fahrten durch Tunnel

Für viele gehört die Fahrt durch einen Straßentunnel zum Alltag, ist selbstverständlich, andere haben ein beklemmendes Gerfühl, meiden solche Strecken. Doch wie sicher fühlen sich die Nutzer dabei und wissen sie genau, was im Notfall zu tun ist? 
    von Irene Duran 


Bei der Urlaubsreise Richtung Süden lassen sich lange Exemplare oft nicht vermeiden. 
Ob der über sieben Kilometer lange Karawankentunnel oder der fast doppelt so lange Arlbergtunnel – der Weg durch die dunklen Röhren wird bei einigen oftmals zur Qual. 
Begleitet von Symptomen wie z.B. starkem Schwitzen und verkürzter Atmung.

Bei akuter Angst hilft es in der Regel tief ein- und auszuatmen. Hilfreich ist auch die so genannte „progressive Muskelrelaxation“. 
Dabei werden einzelne Muskel in den Beinen oder Armen für einige Sekunden angespannt und abrupt wieder losgelassen. Konzentration darauf und tiefe Atmung lenkt von der Angst ab.

Mehrheit ohne Probleme

Eine aktuelle Befragung zeigt: das allgemeine Sicherheitsgefühl ist hoch. 69 Prozent fühlen sich beim Durchfahren von Straßentunneln sicher. Das bedeutet aber auch, dass jeder Dritte dort mit ungutem Gefühl unterwegs ist. Obwohl sich viele grundsätzlich sicher fühlen, finden 44 Prozent der Befragten Fahrten dort unsicherer als sonst wo.

Doch Angst und Sorge sind unnötig, denn dort stehen viele hochentwickelte Sicherheitseinrichtungen für Notfälle bereit, sorgen für maximale Verkehrssicherheit. Von Videoüberwachung bis zu Notrufstationen mit direkter Verbindung zur ständig besetzten Tunnelleitzentrale.

„Moderne Straßentunnel gehören zu den sichersten Verkehrswegen, doch ihre Sicherheit hängt maßgeblich vom aufgeklärten und verantwortungsvollen Handeln jedes Einzelnen ab“, so Doris Drescher, Präsidentin vom Fernstraßen-Bundesamt (FBA). 
 
Dazu gehören auch Sonnenbrille vor der Einfahrt abnehmen und Licht anschalten, Signale beachten (z.B. Tempolimit), nur im Notfall anhalten, nie wenden oder Radio anschalten.
 
In Deutschland gibt es über 420 Straßentunnel auf Fern-, Land- und Kreisstraßen.     Foto: FBA

Jede Sekunde zählt

Die wichtigen Notrufnummern wissen wir alle, doch im Tunnel gelten andere Regeln.
Die leider die wenigsten kennen und sich daher falsch verhalten: 
- 48 Prozent der Befragten würden die Handy-Notrufnummern 110 oder 112 wählen
- 69 Prozent der Unter-30-Jährigen würden die Handy-Notrufnummern 110 oder 112 wählen
 
Im Tunnel ist das der falsche Weg für schnelle Hilfe. 
Notrufe sollten stets von der nächstgelegenen Notrufstation abgesetzt werden. 
 
Doris Drescher:
„Ein Notruf übers Handy kommt bei der Rettungsleitstelle an, die Notrufstation ermöglicht dagegen eine direkte Verbindung zur Tunnelleitzentrale. Diese kann den Anrufenden präzise orten, sofortige Maßnahmen einleiten, Rettungskräfte gezielt und schnellstmöglichst zum Unfallort leiten.“
 
Immerhin: 47 Prozent der Befragten würden laut Umfrage richtigerweise zur nächstgelegenen Notrufstation gehen. 
 
Dies ist auch ein Resultat der Tunnelkampagne vom FBA. 
Die informiert über richtiges Verhalten in Tunneln und läuft unter dem Dach der vom Bundesministerium für Verkehr und dem Deutschen Verkehrssicherheitsrat initiierten Kampagne #mehrAchtung: 
 

Hier zehn Tipps originell präsentiert vom ehemaligen Fußballer und „Tunnel-Experten“ Hans Sarpei. 
Er erklärt in diesem kurzen Film die wichtigsten Regeln für die Benutzung und Durchfahrt:
 

 

 

Tipps zur Blog-Nutzung

Alles rund um unsere Mobilität: Autos, Bikes, Räder, Reisen mit zwei und vier Rädern,  
Nutzfahrzeuge, Insider-Tipps, Motorsport, Verkehrsrecht und vieles mehr.
 
Zur Startseite dieses Blogs geht es hier:
https://mobilitaet-heute.blogspot.com 

 
Einfache Themensuche 
1. oben im Blog mit der Lupe
(Suchwort eingeben, alles dazu wird gezeigt)
2. Kästen am Textende anklicken


Interessantes senden an 
achim.stahn@interpress-ipr.de

want to know more 

press buttons below or:

https://mobilitaet-heute.blogspot.com



Kommentare