Gut gewürzt: der 4,24 Meter lange und rein elektrische VinFast VF6 hat sich in unserem 14-Tage-Test gut geschlagen
Zunehmend drängen neue Marken aus China mit diversen rein elektrischen Modellen und Hybriden nach Europa, da ist es schwer, den Überblick zu behalten. Inzwischen baut auch Vietnam Autos. Die dort 2017 gegründete Marke VinFast bietet drei rein elektrische SUV bei uns an: die heißen VF6, VF7 und VF8. Das Längenformat reicht hier von 4,24 bis 4,75 Meter. Weitere Modelle folgen noch. Den VF6 (ab 34.990 Euro) hatten wir 14 Tage lang im Test.
Die feine und zugleich sportliche Optik stammt von einem Meister-Studio, Torino Design aus Italien. LED-Lichtleisten erstrecken sich über die gesamte Front und das Heck, münden im Markenlogo.
Die hohe Seitenflanke sorgt mit großen Rädern für ein kräftiges Erscheinungsbild.
Innen begrüßt zweifarbiges veganes Leder, alles sieht schick aus, macht einen gut verarbeiteten Eindruck. Die Sitze vorne wie hinten sind bequem, bieten allerdings kaum Seitenhalt.
Auffällig ist, dass vor dem Lenkrad in der Top-Version „Plus“ ein Head-up-Display die Funktion vom Tacho übernimmt. Nahezu alles wird über den Zentralbildschirm (12,9 Zoll) gesteuert.

Der Laderaum reicht von 423 bis 1.576 Liter, ist so auch für größere Aufgaben geeignet. Eine Beleuchtung sucht man dort jedoch vergebens. 
Bestens ausgestattet
Schon die Basisversion „Eco“ glänzt mit:
- 12,9 Zoll Zentraldisplay
- acht Airbags
- autonom unterstütztem Fahren Level 2
- Toterwinkel-Assistentt
- Rückfahrkamera
- 360 Grad-Kamerasystem
- Fernlichtautomat
- kabelloser Anbindung vom Smartphone
In der Ausstattungslinie „Plus“ (ab 38.990 Euro) kommen noch zusätzlich z.B. dazu:
- Panoramaglasdach
- achtfach elektrisch verstellbare Vordersitze (beheiz-/belüftbar)
- Head-up-Display
- 19 Zoll große Alufelgen
- 2-Zonen-Klimaautomatik mit Luftreinhaltesystem
- abgedunkelte Scheiben im Fond
Wo viel Software geboten wird, ist die Wahrscheinlichkeit recht hoch, dass diese mal Probleme bereitet. Uns irritierten Parkpiepser, hier und da vereinzelt laute Warntöne, die außer der Reihe für manchen Schreckmoment sorgten.
Zudem liefen Radio beziehungsweise das Infotainmentsystem noch nach dem Verlassen des Fahrzeugs weiter, der Radiosender war oft beim erneuten Fahrtantritt verstellt.
Sportlicher Auftritt
Der VF6 ist mit einem Akkupaket (59,6 kWh) und in zwei Leistungsstufen zu haben.
Im Basismodell „Eco“ sorgt ein E-Motor mit 177 PS an der Vorderachse für den Vortrieb, die vergleichbare maximale WLTP-Reichweite beträgt 410 Kilometer.
Der Spurt auf 100 km/h ist in 10,3 Sekunden absolviert, bei 150 km/h ist allerdings schon Schluss.
Mit 204 PS beschleunigt die Variante „Plus“ in 8,9 Sekunden auf 100, sie darf 175 km/h erreichen, die Reichweite liegt bei 379 Kilometern.
Dank 400 Volt-Architektur ist der Wagen am Schnelllader in etwa 25 Minuten von 10 auf 70 Prozent zu füllen.
Der Durchschnittsverbrauch liegt in der Version „Eco“ bei 19,2 kWh („Plus“: 20,4 kWh).
Der VF6 ist nicht perfekt. Wie leider so viele reine E-Modelle heute.
Die kleinen Zipperlein hier und da fielen in den 14 Tagen jedoch nicht sonderlich ins Gewicht.
Alles in allem zeigte sich dies schick gestylte Familien-SUV als unkomplizierter Begleiter im Alltag und mit einfacher Bedienung: reinsetzen, Fahrtrichtungsschalter drücken, schon kann es losgehen.
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