Neuer VW T-Roc: wir konnten ihn schon ausgiebig anschauen und fahren

Es ist soweit: Volkswagen bringt in wenigen Tagen den neuen T-Roc in den Handel. Den kennen wir von der Redaktion schon etwas länger, allerdings nur getarnt. So begegnete er uns immer mal wieder auf Landstraßen rund um Göttingen. 
     von Achim Stahn 


Premiere ist bei den Händlern vom 28. bis 30. November, anlässlich der so genannten „Driving Home Days“.

Noch vor dem Marktstart konnten wir den Wagen in verschiedenen Versionen in Portugal in den Bergen rund um Cascais nahe Lissabon ausgiebig erfahren. Nicht weit von der Fabrik Autoeuropa in Palmela. Die wir auch besichtigten. 


Der seit 2017 gebaute und 2021 aufgefrischte T-Roc ist europaweit ein Bestseller. Mehr als zwei Millionen Exemplare rollten bereits vom Band. 
Bei den SUV belegte er regelmäßig die Topplätze der Zulassungsstatistiken. Auch im letzten Jahr der ersten Generation ist diese aktuell das meistverkaufte SUV in Europa. 

Trotz dem großen Erfolg gab es auch Kritik. Nicht bei den Motoren, der Technik oder Zuverlässigkeit. Nein, bemängelt wurde die teils einfache optische Erscheinung innen durch die Wahl der dort verbauten Materialien.

Neue Wertigkeit hat uns überrascht

Damit ist es jetzt vorbei, VW hat verstanden und tüchtig nachgelegt.
Und wie. Wir waren beim ersten Platznehmen überrascht, was unsere Augen sahen.
Der Qualitätssprung ist enorm.
 
Das Interieur wirkte sehr hochwertig, fühlte sich auch so an.
Selbst der Boden in den Türablagen bekam einen angenehmen Bezug.
So wie in höheren Klassen. 
Ein wichtiger Schritt um die Position zu halten und auszubauen. 

Fotos: Achim Stahn

Stark weiterentwickelt 

Der große Entwicklungssprung des Modells (ab 30.845 Euro) zeigt sich von außen auf den ersten Blick durch das nun deutlich kraftvollere Design. Das coupéartige Heck hat er behalten, 12 Zen­ti­meter mehr Länge machen ihn optisch eindrucksvoller. 
 
 
 
Das tut ihm auch beim Platzangebot gut. So gibt es mehr Beinfreiheit für die Passagiere im Fond und Raum für das Gepäck (+ 30 Liter). Das Ladeabteil schluckt nun bei voller Nutzung mit umgeklappten Rücksitzlehnen 1.350 Liter. Im Normalzustand sind es 475 Liter.
 
Ab der Ausstattungsstufe „Life“ kann der Bereich der Mittelarmlehne separat inklusive mittlerer Kopfstütze umgeklappt werden, um Platz für lange Gegenstände wie Skier zu schaffen. 
 
 
Innen ist der Wagen erstaunlich leise, Abrollgeräusche sind kaum zu vernehmen, die Abstufung der Federung kann ebenfalls überzeugen.
Das Fahrgefühl lässt sich optional mit elektronisch geregelten Dämpfern weiter optimieren. Das bedeutet einen spürbaren Gewinn an Bequemlichkeit im Komfort-Modus, noch straffer ist die Stellung Sport abzustimmen, eine Individual-Einstellung gibt es hier ebenfalls. 

Bei der Neuinterpretation spielt das Lichtde­sign eine wichtige Rolle. 
Vorne hat er in Serie LED-Scheinwerfer. 
Die neue Lichtsignatur verbindet diese ausstattungsabhängig vorne mit einer schmalen Lichtleiste, in deren Mitte ein weiß beleuchtetes VW-Logo strahlt. 

 
Das Heck ziert ebenfalls eine durchgängige LED-Querspange mit hier rot leuch­tendem VW-Zeichen (aus­stat­tungsabhängig). Optional gibt es LED-Matrix-Scheinwerfer.

Mehr Ausstattung

Bei der Grundausstattung legte der knapp 4,4 Meter lange Wagen etwas zu.
Das attraktiv aufgestellte Kom­pakt-SUV erhält zahlreiche Fea­tu­res vom größeren Tiguan und Tayron. In der Mittelkonsole ermöglicht ein doppelt belegter Schalter die Wahl der Fahr­profile und der Laut­stärke. 

Ebenfalls neu ist das optionale Head-up-Display. Es projiziert wichtige Informationen wie Ge­schwindigkeit oder Navigations-Piktogramme direkt in die Wind­schutzscheibe, also ins Blickfeld des Fahrers. Für die Verkehrs­sicherheit ein wichtiger Vorteil, komfortabel ist es ebenfalls.

Zu den vielen Helfern um das Fahren komfortabler und sicherer zu machen, gehört nun der Ausstiegswarner. Falls die Tür geöffnet werden soll und sich von hinten ein Rad oder anderes Fahrzeug nähert, warnt das System. 

Gerade im innerstädtischen Verkehr ist dies eine wertvolle Hilfe um Unfälle zu vermeiden. 

Erstmals mit an Bord ist auch der „Park Assist Pro“. Dank Memory-Funktion ermöglicht dieser das vollautomatische Ein- und Ausparken über Distanzen von bis zu 50 Metern. Geht auch per Smartphone, um den Wagen zum Beispiel aus einer zu engen Garage oder Parklücke zu holen.

Wer will, bestellt seinen Wagen mit 20 Zoll großen Alufelgen. 

Zum Start nur Mild-Hybrid

Der neue T-Roc wird zum Start in diesem Jahr nur als Mildhybrid-Turbobenziner mit einem 1,5 Liter großen Turbo-Vierzylinder als 48 Volt Variante zu haben sein. Mit 116 (220 Nm) und 150 PS (250 Nm). 
 
Via Rekuperation wird hier bei jedem Bremsen kinetische in elektrische Energie umgewandelt und in einer kleinen Lithium-Ionen-Batterie gespeichert. 
Der Vierzylinder-Benziner kann so während der Fahrt immer wieder abgeschaltet werden (wird auch Segeln genannt), das spart Kraftstoff und senkt die Emissionen. 
 
Im Betrieb werden zudem so oft wie möglich zwei Zylinder stillgelegt. 
Auch das senkt den Verbrauch. 
 
Auf der anderen Seite unterstützt der elektrischen Boost des Hybridsystems das Anfahren durch zusätzliches Drehmoment von bis zu 56 Nm. Gut spürbar ist das an Steigungen.
 
Der kleinere Motor braucht 10,6 Sekunden für den Spurt auf 100 und ist 192 km/h schnell, beim stärkeren Motor sind es 8,9 Sekunden und 212 km/h.
Beide kommen laut WLTP mit 5,5 Liter Super klar (CO2: 126 g/km).
 

2026 kommen weitere Alternativen

Im kommenden Jahr folgen zusätzliche Motorisierungen. 
Auch den dann erhältlichen Zweiliter-Turbobenziner (2.0 eTSI) mit 204 PS und Allradantrieb (4MOTION) unterstützt ein 48Volt-Mildhybrid-System. 
Dazu gesellen sich zwei 1,5 Liter große Vollhybrid-Benziner mit wahlweise 136 und 170 PS. 
Beide übertragen ihre Kraft an die Räder vorne. 



Ende 2026 folgt dann eine nochmals stärkere Topversion dieser SUV-Baureihe mit Hybrid-Antriebstechnik: der T-Roc R 4MOTION. 
Die Leistung des Allradlers wird sich von derzeit 300 PS und 400 Nm ganz sicher deutlich nach oben bewegen. Vielleicht sogar auf das Niveau des Golf R, der bringt es auf 333 PS.
 
Ein manuelles Schaltgetriebe gibt es nicht mehr, selbst der 116 PS starke Basismotor hat serienmäßig ein komfortables 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe an Bord.  
 

Die sportliche Topausstattung „R-Line“ hat vorne Sport-Komfortsitzen mit integrierten Kopfstützen. Optional steht hier auch hochwertiges Leder bereit, die Vordersitze sind dann elektrisch verstellbar. 

Gut gemacht: Die neue Qualität beim Sitzen spielt in der Komfortliga ganz weit oben mit.




In der Mittelkonsole ermöglicht ein doppelt belegter Schalter die Wahl der Fahr­profile und der Laut­stärke. 










Gleich nach der Ankunft am Flughafen in Lissabon (Portugal) erwarteten uns diverse Varianten des neuen VW T-Roc in der Tiefgarage zur Testfahrt in Richtung Cascais. 

Auf dem Parkplatz vor der Fabrik Autoeuropa stellten wir den neuen T-Roc neben die erste Generation eines dortigen Mitarbeiters.



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