Das knapp 4,72 Meter lange Oberklasse-Sportcoupé wurde in Rüsselsheim von 1978 bis 1986 produziert. Die Top-Ausstattungslinie GSE war ab dem Sommer 1983 lieferbar.
von Achim Stahn
Den Zweitürer gab es ausschließlich mit einem Dreiliter-Sechszylinder-Einspritzmotor.
Der verhalf dem Monza mit 180 PS und 248 Newtonmeter Drehmoment zu hervorragenden Fahrleistungen. Jedenfalls in der damaligen Zeit.
Die Kraft übertrug serienmäßig ein Fünfgang-Schaltgetriebe an die Antriebsräder, optional gab es den Wagen auch mit einer Automatik.
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| … sportlich-luxuriöser Auftritt … |
Die gestreckte Form sorgte zusammen mit tiefer Frontpartie samt integriertem Spoiler und Heck mit Luftabrisskante für einen vorbildlichen Luftwiderstandsbeiwert von 0,35 cW.
Dazu passte das tiefergelegte und straffe Sportfahrwerk mit verstärkten Stabilisatoren vorn wie hinten.
Dazu kamen spezielle Niederquerschnitts-Hochgeschwindigkeitsreifen der Dimension 205/60 VR15 die auf sechs Zoll breiten Leichtmetallfelgen aufgezogen waren.
Das Ergebnis aller Maßnahmen waren erhöhte Lenkgenauigkeit, verringerte Seitenneigung, mehr Stabilität bei Kurvenfahrten und schnellen Richtungsänderungen.
Technische Daten
Motor: Sechszylinder
Hubraum: drei Liter
Leistung: 180 PS
Drehmoment: 248 Nm
0 auf 100 km/h: 8,5 Sekunden
Höchstgeschwindigkeit: 215 km/h
Länge: 4,72 Meter
Breite: 1,722 Meter
Höhe: 1,380 Meter
Radstand: 2,668 Meter
Leergewicht: 1.370 Kilogramm
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| … in Wagenfarbe gehaltene GSE-Heckspoiler … |
Mein ganz persönliches Erlebniss ...
Wir waren 1983 mit einem Opel Monza (kein GSE) unterwegs zu Freunden nach Ampuriabrava in Spanien. Kurz vorher blieben wir auf der Autobahn liegen, weil es nach Benzin roch.
Nach dem Öffnen der Motorhabe bemerkte ich ein Leck im Benzinkabel.
Kurz danach hielt ein Polizeiauto.
Keiner sprach Englisch, aber sie machten mir mit „Händen und Füßen“ klar, dass Hilfe kurz nach der nächsten Abfahrt wartet. In Figueres.
Also wurde die Benzinleitung mit Hilfe der netten Cops mit Klebeband abgedichtet und los ging es mit langsamer Fahrt zur Opel-Werkstatt.
Dort war die Aufregung groß, denn so ein Auto hatte noch keiner leibhaftig gesehen.
Im nu war die Werkstatt gefüllt mit allen Mitarbeitern, auch aus dem Büro.
Ein Mechaniker sprach etwas Deutsch, sagte dass man sich gleich an die Arbeit machen würde, dauert so eine Stunde.
In der Zwischenzeit schickte er uns zu einem Museum in der Nähe.
Es war das Theater-Museum.
Salvador Dalís surrealistisches Meisterwerk, untergebracht in den Ruinen des ehemaligen Stadt-Theaters.
Darin eine
riesige Sammlung seiner Werke in verschiedenen Schaffensperioden sowie
surrealistische Installationen, wie das rote Sofa in Lippenform ... und ein Straßenkreuzer.
Letzterer stand im Innenhof, ein Cadillac Series 62 Cabriolet, in dem es regnete.
Als Autofan natürlich aufregend. Das Auto selbst und die Idee.
Meine Frau Edda und ich waren total fasziniert, ohne die Hintergründe dieser Installation zu kennen.
Andere Besucher gingen vorbei, eigentlich war keiner interessiert.
Wir standen dort mindestens 15 Minuten.
Irgendwann drehte ich mich um, denn irgendwie hatte ich ein Gefühl uns schaut einer zu.
Und tatsächlich, nur ein paar Meter entfernt stand ein kleinerer Mann mit gezwirbeltem Schnurbart.
Unsere Augen trafen sich, er kam näher.Er war sichtlich erfreut über unser Interesse und sagte auf Englisch: „Thanks. You have made me very happy. When you leave, don't forget to buy a nice souvenir you love. To remenber this special moment. You will find this memory in the gallery next door“.
Er nickte noch kurz mit dem Kopf und weg war er.
Diese (damals noch irgendwie bezahlbare) Erinnerung hängt heute in unserer Sammlung moderner Kunst daheim.
Begrüßt uns jeden Tag nach dem Öffnen der Tür als erste.
Was für eine schönes Erlebnis.
Übrigens: Dali fand in diesem Museum seine letzte Ruhestätte.
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