Gegen die hohen Kraftstoffpreise macht die Politik nichts, unseriöse Angebote schlagen in die gleiche Kerbe, veräppeln uns mit wirkungslosen Spritspar-Helfern
In Krisenzeiten sehen immer auch unseriöse Gesellen ihre Chance noch mehr Geld zu verdienen. Aktuell macht das vor allem in Deutschland die Mineralölindustrie von Aral bis Shell mit unverschämten und völlig unbegründeten Preiserhöhungen. Reißen dabei die kleineren Anbieter mit. Denn das Benzin was aktuell verkauft wird, wurde in der Regel schon vor Monaten produziert. Auf der anderen Seite gibt es Spitzbuben, die unwirksame Helfer zum Spritsparen vor allem im Internet anbieten.
Gegen die Abzocker-Preise der Mineralölfirmen können sich Autofahrer allenfalls mit Nichtanken wehren. Die von uns gewählten Politiker haben schon die Möglichkeit einzuschreiten, doch sie machen nichts für ihre Wähler.
Ein Schelm, der Böses dabei denkt ...
Dabei wäre das sehr einfach zum Beginn der Abzocke gewesen.
Ein paar Anrufe bei den Bossen an einem Vormittag, schon wäre der Spuk vorbei.
Helmut Schmidt und Gerhard Schröder hätten das ganz sicher gemacht.
Sie bringen nichts
Ein mieses Spiel veranstalten auch diverse Firmen mit dem Verkauf von Spritspar-Dongles mit mit bis zu 55 Prozent beworbener Kraftstoffersparnis.
Das klingt natürlich gut, doch es funktioniert natürlich nicht.
Diverse Untersuchungen (auch ADAC) zeigen
laut ZDK übereinstimmend, dass die angebotenen OBD-Dongles keinerlei
Einfluss auf den Verbrauch haben.
In vielen Fällen besteht gar
keine Verbindung zur Motorsteuerung – eine technische Wirkung ist daher
ausgeschlossen.
ZDK-Präsident Thomas Peckruhn:
„Moderne Fahrzeuge verfügen über hochkomplexe, exakt
aufeinander abgestimmte Motormanagementsysteme. Eine pauschale
Verbrauchsoptimierung durch ein simples Steckgerät ist daher schlicht
nicht möglich“.
Diese kriminelle Methode ist nicht neu.
Immer dann, wenn die Spritpreise deutlich steigen,
tauchen Magnete für die Kraftstoffleitung, spezielle Ölzusätze oder auch Tankpillen auf, die angeblich Verbrauch und Emissionen senken
sollen.
Dabei wird bei den zumeist aus China kommenden Angeboten - wie auch bei anderen Themens - nicht selten mit fragwürdigen
Gutachten, angeblichen Zertifikaten oder positiven Erfahrungsberichten geworben.
Dann schreibt z.B. eine Anna: „Seit ich den OBD2 Spritsparstecker nutze,
habe ich meinen Spritverbrauch um bis zu 20 % gesenkt. Ich bin sehr
zufrieden!“
Fakt ist allerdings: Bisher löste kein Spritsparhelfer sein Versprechen ein.
So geht es richtig
Wer den Verbrauch
seines Fahrzeugs nachhaltig senken will, muss vorausschauend fahren, seinen Wagen regelmäßig fachgerecht warten lassen und auf den korrekten Reifendruck
achten.
Der wichtigste Helfer bei uns zum Sparen von Kraftstoff ist das rechte Bein.
Dessen Fuß bestimmt ganz maßgeblich, wie schnell sich der teuer gefüllte Tank leert.
Wer ihn gefühlvoll einsetzt und dabei seinen Kopf nicht ausschaltet, kann etliche Liter im Monat einsparen – und damit jede Menge Euros.
Tipps zur Blog-Nutzung
Alles rund um unsere Mobilität: Autos, Bikes, Räder, Reisen mit zwei und vier Rädern,
Nutzfahrzeuge, Insider-Tipps, Motorsport, Verkehrsrecht und vieles mehr.
Zur Startseite dieses Blogs geht es hier:
https://mobilitaet-heute.blogspot.com
Einfache Themensuche
1. oben im Blog mit der Lupe
(Suchwort eingeben, alles dazu wird gezeigt)
2. Kästen am Textende anklicken
Interessantes senden an:
achim.stahn@interpress-ipr.de

Kommentare
Kommentar veröffentlichen