Jeder Führerscheinaspirant hat es in der Hand, für seine persönliche Sicherheit etwas Besonderes zu tun: eine qualifizierte Fahrschule auszusuchen. Wer dabei nur nach dem Preis schielt, macht einen Fehler.
Genauso wichtig wie das Vertrauen in den Fahrlehrer, ist es eine Fahrschule zu finden, die gut zu einem passt. Denn dort wird in den kommenden Wochen etliche Zeit verbracht.
Eine schludrige Ausbildung – gibt's auch mitunter – kann der Anfang einer verhängnisvollen Entwicklung sein. Verkehrssicherheit hat ihren Preis.
Verkehrsunsicherheit jedoch einen viel höheren.
Deshalb sollten sich angehende Fahrschüler vor der Wahl sorgsam erkundigen statt auf reißerische Werbegags zu achten.
Vorsicht vor Billigangeboten, denn so manches ist das genauer oder im Nachhinein betrachtet nicht.
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| Foto: TÜV Süd |
Immer helfen lassen
Hier sind Freunde und Bekannte eine wertvolle Hilfe. Wenn sie sich irgendwo wohl gefühlt und viel gelernt haben, ist das ein guter Hinweis.
Auch Bewertungen im Internet gehören dazu, in jedem Fall der äußere Eindruck beim ersten Besuch. Die Preise sollten offen und transparent sein.
Wichtig ist immer, dass der Fahrlehrer sich Zeit nimmt, auch auf Schwächen eingeht.
Positiv ist ebenfalls, wenn man zur Probe bei einem anderen Fahrschüler mitfahren darf oder an einer Theoriestunde (Schnupperstunde) teilnehmen kann.
Das baut Vertrauen auf – gerade beim Fahrunterricht von hoher Bedeutung.
Je offener und transparenter es zugeht, umso sicherer kann jeder sein, alles Wichtige gut vermittelt zu bekommen.
Das betrifft auch die Terminvergabe.
Eine gute Fahrschule reagiert möglichst flexibel und bietet genügend Alternativtermine an. Auch am Wochenende. Und hält vereinbarte Termine pünktlich ein.
Der eigene Eindruck und das Gefühl, ob man sich gut aufgehoben findet ist wichtig.
Wenn die Chemie in der Fahrschule stimmt, geht das Lernen deutlich leichter.
Das wird benötigt
Um die Fahrprüfungen abzulegen, muss ein Antrag auf Erteilung einer Fahrerlaubnis gestellt werden.
Dazu braucht man die Bescheinigungen für den bestandenen Sehtest und für den Erste-Hilfe-Kurs.
Beides kann oftmals auch in der Fahrschule selbst absolviert werden.
Zusätzlich wird ein biometrisches Passbild die Anmeldung bei der Fahrschule benötigt.
Ist die Erteilung einer Fahrerlaubnis bewilligt und hat man alle notwendigen Stunden absolviert, warten noch die Theorieprüfung und danach die Praxisprüfung.
Die Praxisprüfung
Zum Prüfungstermin rechtzeitig und ausgeruht erscheinen – das verhindert unnötige Hektik bereits vor der eigentlichen Prüfungsfahrt.
Die jeweilige Route sucht sich der Prüfer aus. Der sitzt in der Regel im Fond, der eigene Fahrlehrer wie gewohnt auf dem Beifahrersitz.
Wichtig: Bevor es losgeht, zuerst den Sitz einstellen, Rückspiegel, Innenspiegel und Lenkrad ebenfalls. Wer etwas nicht verstanden hat, fragt einfach nach.
Wird die Prüfung vermasselt, kein Problem, nach Ablauf einer kurzen Wartezeit kann sie wiederholt werden.
Die Voraussetzungen
Man muss mindestens 18 Jahre alt sein, obwohl man sich schon ein paar Monate vorher bei der Fahrschule anmelden und mit dem Unterricht beginnen kann – das Mindestalter für begleitetes Fahren ist 17 Jahre.
Man muss in Deutschland wohnen, sowie körperlich und geistig in der Lage sein, ein Auto sicher zu fahren.
Der Führerschein braucht Zeit und Geld.
Fahrlehrer bekommen oft nach Jahren Lob von ehemaligen Schülern, die sich für gute Hinweise, Hilfen und Mahnungen bedanken, was zu unfallfreiem fahren führte.
Die Qualität der Ausbildung hat maßgeblichen Einfluss auf das spätere Verhalten im Straßenverkehr.
Für die Zahl der Fahrstunden gibt es keine allgemein gültige Norm.
Alter, Begabung, das Maß der beruflichen Beanspruchung und die persönliche Belastbarkeit sind wesentliche Faktoren.
Sparen Sie nicht am falschen Fleck, ein paar Fahrstunden mehr sind billiger als Blechschäden und was sonst noch alles passieren kann.
Vertrauen Sie dem Fahrlehrer, er hat die Erfahrung, will durch gute Ausbildung ermöglichen, die Fahrprüfung auf Anhieb zu bestehen.
So lange dauert es
Nach den Erfahrungswerten des Fahrlehrerverbandes Baden-Württemberg e.V. hängt die Zahl der erforderlichen Fahrstunden wesentlich vom Alter des Bewerbers ab.
Als Durchschnittswert gilt etwa das 1,3-fache des Alters.
Dazu kommen noch die besonderen Ausbildungsfahrten.
Diese Werte wurden auch von einer bei rund 200 Fahrschulen durchgeführten Umfrage bestätigt. Danach benötigen junge Frauen (18-24 Jahre) 35 Fahrstunden und junge Männer 32 Fahrstunden.
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