Es ist schon merkwürdig: früher waren auf den italienischen Straßen zumeist Modelle von Fiat, Alfa Romeo und Lancia unterwegs, doch das Bild hat sich in den vergangenen 20 Jahren stark geändert. Man sieht dort sehr viele Marken, auch etliche neue aus China. Mit dem Grande Panda ist Fiat gerade dabei dies landesweit zu drehen.
Angeboten wurde der immer noch kastenförmige, aber jetzt vier Meter lange Wagen zuerst als reiner Stromer mit 113 PS. Der ist ohne Wenn und Aber voll alltagstauglich mit bis zu 320 Kilometer Reichweite laut dem vergleichbaren WLTP-Zyklus.
Da natürlich nicht jeder einen Stromer kaufen und fahren kann oder will, gab es Nachschlag.
Inzwischen gibt es ihn auch als Benziner (100 PS) mit Handschaltung für 18.990 Euro und als 48-Volt-Mildybrid-Variante mit 110 PS.
Die kostet 1.000 Euro mehr, stand uns 14 Tage lang für Alltagsfahrten zur Verfügung.
 |
| Fotos: Edda Stahn |
Die Optik ist einmalig
Schon der erste Blick zeigt es klar und deutlich: der Fiat Grande Panda ist ein gelungener Mix aus Nostalgie und Moderne.
Einerseits erinnert die Neuauflage an den über vier Millionen Mal verkauften Vorgänger mit viel Charme und Raffinesse, schreibt jedoch mit viel Liebe zum Detail und attraktiven Styling-Details auch an ihrer ganz eigenen Geschichte.
„Best Car Design of Europe“
AUTOBEST 2026
Kein Wunder, dass dieser vielseitige Kompakte bei der europaweiten Wahl AUTOBEST 2026 soeben mit dem „Best Car Design of Europe“ ausgezeichnet wurde.
Mit den Stimmen der Jury aus 32 europäischen Ländern und den dortigen Autokäufern.
Für sie ist der Grande Panda auch dank klarem und unverwechselbarem Design plus einfacher Bedienung, viel Platz und attraktiven Preisen eines der aktuell besten Kompaktmodelle.
Bei der vom Retro-Stil inspirierten Neuinterpretation ist die Ahnenfamilie vielfältig zu sehen.
Das reicht vom eingeprägten Panda-Schriftzug in den Türen über das Fiat-Logo auf der Heckklappe bis zur Umrahmung eines Teils des Armaturenbretts.
Letzteres erinnert an die legendäre Teststrecke auf dem Dach der Turiner Fabrik Lingotto, wo früher jeder Fiat hoch über den Dächern der Stadt eingefahren wurde.
Ein kleiner Panda wurde dort ebenfalls unten rechts in der Kurve installiert.
Die Ausstattung
Los geht es hier beim Hybrid mit dem Basismodell „Pop“ ab 19.990 Euro.
Schon das hat Parkpiepser hinten, verstellbares Lenkrad, Funk-Zentralverriegelung, Klimaanlage, USB-Anschluss und Digitalcockpit an Bord. Wichtige Assistenzsysteme wie z.B. für das Fahrspurhalten fehlen auch hier nicht.
Wer mehr will, wählt die Ausstattungen „Icon“ oder „La Prima“.
Dort sind je nach Wahl Tempomat, Touchscreen-Infotainment, Lichtautomatik, Sprachbedienung, 17-Zoll-Alufelgen, Klimaautomatik oder Rückfahrkamera mit dabei.
Nicht gefallen haben uns die kleinen Sonnenblenden, das schnell zu ändern ist sicher gar kein Problem.
Besonders schick: die Bambus-Optik des Armaturenbretts in der
Top-Ausstattung „La Prima“ sieht hervorragend aus.
Fotos (2): Aldo
Ferrero
Typisch Fiat, ist der Grande Panda in sieben bunten Farben erhältlich, auch Zitronengelb gehört dazu.
Unsere Lackierung heißt Luna Bronze.
Ein richtig cooler Farbton.

Erfreuliches Platzangebot
Erster Eindruck: Vergleichbar viel Platz bei nur vier Meter Außenlänge. Da macht er seinem Namen Grande alle Ehre.
Hinten sind vor allem Kinder ausreichend komfortabel untergebracht.
Uns gefielen ebenfalls die vielen Ablagen und das schluckfreudige Handschuhfach.
Der Kofferraum ist schon beim Stromer mit 361 Liter Fassungsvermögen im Vergleich zum Mitbewerb überdurchschnittlich groß.
Beim Mildhybrid wächst das auf beachtliche 412 Liter.
Mit umgeklappten Rücksitzlehnen sind es 1.366 Liter.
Damit übertrumpft er viele Fahrzeuge der beliebten Kompaktklasse.
Unsere Fahreindrücke
Er federt gut, üble Querfugen und Temposchwellen werden ordentlich überrollt.
Dazu kommt eine leichtgängige Lenkung mit guter Rückmeldung und ein erstaunlich leiser Innenraum.
Die Sitze haben für ein Fahrzeug dieser Preisklasse eine anständige Seitenführung und sind bequem, jedenfalls auf eher kurzen Strecken, also im Alltagseinsatz.
Auch auf einer längeren Autobahntour haben sie uns vorne nicht enttäuscht.
Macht im Alltag richtig Spaß
Der 1,2 Liter große Dreizylinder arbeitet nach dem so genannten Miller-Zyklus.
Eine spezielle Steuerung der Einlassventile (schließen früher als gewohnt) senkt hier den Verbrauch und damit entsprechend die CO2-Emissionen.
Die Hybrid-Motorisierung ermöglicht elektrisches Anfahren oder gleiches bis zu einem Kilometer auf ebener Strecke bei niedrigem Tempo.
Der Benziner schaltet sich ebenfalls ab, wird z.B. wenn auf Gefällstrecken das Gaspedal losgelassen wird. Im Stadtverkehr ist der Wagen bei entsprechender Fahrweise regelmäßig rein elektrisch unterwegs.
Vor allem von unten heraus ist die zusätzliche Schubkraft des E-Motors zu spüren, so fährt man in der Stadt sehr agil.
Während das Höchsttempo der rein elektrischen Variante bei eher mageren 132 km/h gestoppt wird, erreicht der Mildhybrid mit 6-Gang-Doppelkupplungsgetriebe Tempo 160.
Der Spurt auf 100 dauert hier 11,2 Sekunden.
Sparsam eingestellt
Natürlich ist der 1,39 Tonnen schwere Wagen kein Sportler, doch untermotorisiert fühlten wir uns im Test eigentlich nie.
Er stellte spritzig eingestellt genügend Kraft beim Überholen auf Landstraßen bereit, hatte auch auf der Autobahn keine Probleme zügig voran zu kommen.
Dort notierten wir bei ruhiger Fahrweise immer wieder um die sieben Liter, im Stadtverkehr zeigte der Bordcomputer regelmäßig unter fünf Liter Super an.
„Mit vollem Tank ist eine beachtliche Reichweite von 620 Kilometern möglich.“
Wer es unbedingt wissen will:
Laut dem vergleichbaren WLTP-Zyklus liegt sein Verbrauch kombiniert bei 5,1 Liter Super (CO2: 117 g/km).
 |
| Nach einer längeren Fahrt über die Autobahn und Landstraßen mit einigen Baustellen notierten wir am Ende 7,1 Liter Super. |
Hier noch ein kurzer Film:
Tipps zur Blog-Nutzung
Alles rund um unsere Mobilität: Autos, Bikes, Räder, Reisen mit zwei und vier Rädern,
Nutzfahrzeuge, Insider-Tipps, Motorsport, Verkehrsrecht und vieles mehr.
Zur Startseite dieses Blogs geht es hier:
https://mobilitaet-heute.blogspot.com
Einfache Themensuche
1. oben im Blog mit der Lupe
(Suchwort eingeben, alles dazu wird gezeigt)
2. Kästen am Textende anklicken
Interessantes senden an:
achim.stahn@interpress-ipr.de
want to know more
press buttons below or:
Kommentare
Kommentar veröffentlichen