Die Vernunftlösung für alle Vielfahrer: der Audi Q5 TDI bietet reichlich Platz und Fahrvergnügen, sparsam ist er auch

Der Q5 ist eines der erfolgreichsten Modelle bei Audi. Mittlerweile gibt es ihn bereits in dritter Generation. Wir haben uns das aktuell in Mexiko gebaute SUV für unseren zwei Wochen langen Test im Alltag als Zweiliter-TDI mit Allradantrieb ausgewählt. 
    von Gerolf Ermisch 

 

Wie unterschiedlich Eindrücke sein können, zeigte mir die Unterhaltung mit einem Bekannten, der den aktuellen Q5 zum ersten Mal sah. 
Ihm kam er sehr groß vor, während ich beim ersten Blick auf unseren Testwagen dachte, dass er im Gegensatz zu seinen Vorgän­gern etwas kleiner wirkt. 

Im Endeffekt ist er aber sowohl in Länge, Breite und Höhe in den Maßen der beiden vorangegangenen Modelle geblieben.


An der Front fallen zuerst die flacher gewordenen Scheinwerfer auf. 

Neben der klassischen Form­gebung der Flanke mit hochgezogener Karosserie, ist er aber zuvorderst am Heck als Q5 der dritten Generation zu erkennen. 
Dort scheint ihn das durchgehende LED-Band zweizuteilen.

Ordentlich dimensioniert

Das Cockpit gleicht entsprechend der Klasse dem des A5. Hier fehlt es an nichts, mehrere Monitore informieren über alles Wichtige und darüber hinaus. 

Die Sitze sind bequem und langstreckentauglich, insgesamt ist die optische und haptische Materialauswahl wirkt hervorragend. Technisch inspiriert und fein zugleich.
 
 
Leider wurde bei Teilen der eingesetzten Materialien im Innenraum gespart. 
Das gilt in den Türen für den Handknauf und die Einfassungen der Öffner. 

An zentralen Stellen, die man regelmäßig sieht und benutzt. 
Das hier eingesetzte Hartplastik macht einen billigen Eindruck. 
Das sollte bei einem Audi nicht sein. 
 
Das Platzangebot ist gut, auch im Fond stellt das Mittelklasse-SUV genü­gend Platz bereit, für Beine, Kopf und seitlich. 
Das Raum­gefühl überzeugt genauso wie das Gepäckabteil (520 bis 1.473 Liter). 
Wird mehr Bein­freiheit oder Ladefläche benö­tigt, hilft die verschieb­ba­re Rückbank.
 
Das Fahrwerk wurde prima abgestimmt, bietet selbst bei schwierigen Ausweichmanövern ein hohes Sicherheitsniveau und eigentlich jederzeit genügend Federungskomfort.  
 
Optional steht eine Luftfederung bereit. Die ist nicht nur für die Langstrecke ideal, sie lässt sich auch von den heutzutage oft schlechten Straßen in den Städten nicht beeindrucken. 
Geht es mal ab ins Gelände, kann der Q5 bei langsamer Fahrt um bis zu 45 Millimeter angehoben werden. 
Absenken auch, das kann natürlich beim Beladen sehr angenehm sein.
 

Alles, was man will ...

Der mögliche Ausstattungsumfang des Q5 war schon immer üppig. 

Auch in der aktuellen Generation gibt es praktisch nichts, was man nicht optional ordern kann. 
Zumeist geht das, wie heutzutage so üblich, mit abgestimmten Aus­stattungspaketen einher.

Schon das Basismodell (ab 54.100 Euro) ist ordentlich bestückt. 
Dazu gehören unter anderem das MMI-Panoramadisplay mit großem Kombiinstrument und Infotainment-Bildschirm (Google-Betriebssystem), Klimaau­tomatik, USB-C-Schnittstellen vorne wie hinten, gekühlte Smartphone-Ladeschale, Sitzheizung vorne, Rückfahrkamera, Einparkhilfe, Frontscheibe mit Akustikverglasung oder LED-Frontschein­werfer. 

Die Bedienung des Multimedia-Displays bedarf einer gewissen Vorbereitung und Eingewöhnung, vieles lässt sich jedoch per Ansage organisieren. 

Zu den Fahrer-Assistenzsystemen gehören unter anderem immer auch adaptiver Tempomat, Querverkehrserken­nung oder aktive Spurhaltung.

Wer das nötige Kleingeld hat, kann den Q5 so umfangreich bestücken, dass der sich im Preis (auch abhängig von der Motorisierung) mal eben verdoppelt. 

Das reicht von Sportsitzen in Leder über großes Head-up-Display, Audiosystem von Bang & Olufsen (685 Watt, 16 Lautsprecher), eigenes Display für den Bei­fahrer wie in unserem Testwagen bis zu Kameras rundum.

Kräftig und effizient ...

Ähnlich umfangreich ist das Antriebsangebot. 
Käufer haben die Wahl aus Vier­zylinder-Benziner mit 204 und 272 PS sowie Diesel mit vier (204 PS) und sechs Zylindern (299 PS). 
Dazu kommt noch ein V6-Benziner mit 367 PS im sportlich positionierten Topmodell SQ5 (ab 84.700 Euro). 
 
Alle werden von einem neu entwickelten Mildhybrid-System (genannt MHEV plus) unterstützt, das noch einmal 24 PS beisteuert.  
So kommt der Q5 auch im Drehzahlkeller flott vom Fleck weg, kann kurze Teilstrecken mit seinem kleinen Akku (1,7 kWh) auch rein elektrisch zurücklegen. 
Oder rangiert leise in Parklücken.

Der E-Motor unterstützt den Verbrenner bis 140 km/h, erhöht so die Elastizität des großen SUV deutlich.

Nicht zuletzt spart das innovative System auch noch Kraftstoff.
In unserem Einstiegsdiesel (ab 58.900 Euro) sollen es laut Werksangabe bis zu 0,38 Liter auf 100 Kilometer sein. 
 
Die Funktion „segeln“ ist ebenfalls mit an Bord, die ermöglicht der eingebaute Riemenstartergenerator. 
Durch ihn wird der Motor in den entsprechenden Situationen unbemerkt abgeschaltet und wieder angelassen.
Zusammen mit der Entkopplung vom Getriebe sorgt dies für ein spritsparendes Gleiten auf Landstraßen und Autobahnen. 

Der Diesel ist die Wahl der Vernunft

Der kombinierte Ver­brauch der Benziner beläuft sich derart vorbereitet laut vergleichbarem WLTP-Zyklus auf 6,5 bis 8,8 Liter (CO2: 148 bis 199 g/km). 

Bei den Dieseln sind es zwischen 5,8 und 6,8 Liter (CO2: 153 bis 179 g/km). 

In allen Varianten des Q5 übernimmt eine 7-Gang Automatik die Weiterleitung der jeweiligen Kraft. Bis auf den Einstiegs-Benziner mit Front­antrieb, werden generell alle vier Räder angetrieben.
 
Wer öfters auf längeren Strecken unterwegs ist, kommt am Selbstzünder nicht vorbei. 

Unser Zweiliter-TDI quattro mit 204 PS und 400 Nm (ab 58.900 Euro) war im Test mit einem durchschnittlichen Verbrauch von 7,2 Liter Diesel 

Bis 100 brauchte er 7,4 Sekunden, auf der Autobahn kratzte die Tachonadel an der 230er Marke.
 
Wer noch mehr Kraft wünscht, wählt den Dreiliter-V6. 
Der braucht nur fünf Sekunden für den Spurt auf 100 und ist 250 km/h schnell.

Der über 4,7 Meter lange Q5 eignet sich auch als Zugfahrzeug: 
Während der Basisbenziner maximal zwei Tonnen zieht, nehmen alle anderen bis zu 2,4 Tonnen an den Haken.
 

 

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