Bei Nacht und Nebel: KI-unterstützte Kamerasysteme für mehr Durchblick und Sicherheit bei schlechter Sicht

Nebel, Schnee, Regen: Mit der kalten Jahreszeit kommt das schlechte Wetter. Für Autofahrer bedeutet das oft schlechte Sicht und zumeist auch mehr oder weniger Stress am Steuer. Nicht zu vergessen: auch zentrale Steuergeräte sind auf exakte Umfelddaten angewiesen um perfekt arbeiten zu können.

 

Ein immenses Arbeitsfeld für darauf spezialisierte Firmen wie das Technologie- und Elektronikunternehmen Aumovio. Die dortigen Experten sind weltweit mit ihren Ideen federführend, auch bei hocheffizienten Kamerasystemen. Mit letzteren sind sie jetzt dabei, für noch mehr Durchblick bei widrigen Sichtverhältnissen zu sorgen. 
Insbesondere auf Fahrten bei Nebel, Regen und Dunkelheit liegt der Fokus, denn das sind typische Situationen, in denen es für Autos brenzelig werden kann.
 
Auf der Consumer Electronics Show (CES) präsentiert das deutsche Technologie-Unternehmen im Januar in Las Vegas ein neues Kamerasystem, das die nutzbaren Bildinformationen bei eingeschränkten Lichtverhältnissen mit der Unterstützung von Künstlicher Intelligenz auf ein neues Niveau im Automobilbereich hebt. 
Egal, ob bei Nachtfahrten, im Sprühregen auf der Straße oder beim Rückwärtseinparken im Platzregen, die hier eingesetzte Allwetter-Kamera sorgt für besonders scharfe Bilder.
Dadurch liefert sie dem Bordsystem detaillierte Daten, um das Fahrzeug sicherer durch die schlecjte Jahreszeit und das gesamte Jahr über zu manövrieren.
 
Nachtsichtfähige Kamerasysteme bieten eine im Vergleich zu herkömmlichen Kameras überlegene Sicht bei schlechten Lichtverhältnissen.   Fotos: Aumovio

Kameras als Schlüssel-Komponenten

Leistungsstarke Kameras sind gefragt, auch weil bei Crashtest-Institutionen wie Euro NCAP Fahrsicherheitssysteme in Neuwagen immer mehr an Bedeutung gewinnen. 
Die benötigen Sensoren wie Kameras und Radar, um Verkehrssituationen optimal zu erkennen, sie dann blitzschnell zu interpretieren um gegenmaßnahmen einzuleiten. 
 
Vor allem Kameras sind für eine exakte Umwelterkennung essenziell. 
Sie zeigen auch die Fahrzeugumgebung auf dem Multimedia-Display, beim Einparken rückwärts und nach vorne oder beim Rangieren. Hier kommt es auf klare Bilder an, solche liefert das neue Kamerasystem von Aumovio auch bei Regen oder bei Nacht: gestochen scharf vom gesamten Bereich um das Fahrzeug herum. 

„Hochauflösende, verlässliche Bilddaten sind die Voraussetzung für eine sichere Mobilität, vor allem auch mit Blick auf die Zunahme von assistierten und automatisierten Fahrfunktionen. Unsere von KI unterstützte Kamera ist ein echter Technologiesprung für die Erkennung und Visualisierung von Verkehrssituationen bei widrigen Wetterbedingungen.“ 

Thomas Petzold, Leiter Produktlinie Kamera und Ultraschallsensoren bei Aumovio 

 

KI macht's möglich

Das neue Kamerasystem mit „Night Vision“-Funktion ist besonders leistungsfähig beim Einsatz in widrigen Licht- und Wetterbedingungen. Die neuen Kamerasysteme nutzen millionenfach bewährte Hardware-Komponenten, daher sind sie besonders robust und langlebig. Ein großer Vorteil im anspruchsvollen Einsatz in Automobilen.

Das bewährte Kameraprogramm, in dem sich wie bei einem Baukasten verschiedene Komponenten (Linse, Bildsensor, Stecker, Datenübertragung und Chip) problemlos miteinander kombinieren lassen, wurde nun um KI-Software ergänzt. 
Die wird auf einem zentralen Steuergerät zur Bildbearbeitung eingesetzt, optimiert Kontraste und liefert dem Bordsystem auf Basis der Kamerabilder deutlich exaktere Daten, als dies bei herkömmlichen Systemen der Fall ist. 
 
Aus verkehrsrechtlichen Gründen darf das Umfeld rechts und links des Fahrzeugs nicht mit sichtbarem Licht beleuchtet werden. Dank KI kann jetzt auch dieser Bereich besser erfasst werden. Dabei beleuchtet das Kamerasystem die kritischen Zonen nur virtuell für die Datenerfassung des zentrales Steuergerätes, nicht in der realen Fahrzeugumgebung. 
So sind beispielsweise Personen oder Wildwechsel am dunklen Fahrbahnrand rechtzeitig zu erkennen. Das ist ein deutliches Plus an Sicherheit im Straßenverkehr, macht auch dem Wagenlenker das leben deutlich leichter, denn er sieht mehr.

Sehen, was andere Kameras übersehen

Um auch eine gute Sicht bei herausfordernden Wetterbedingungen wie dichtem Nebel, starken Regen, Gischtaufkommen oder Schnee sicherzustellen, arbeitet Aumovio an einer besonders effektiven Allwetter-Kameravariante. 

Diese ist für das exakte Erkennen von Objekten und Verkehrssituationen auf der Straße vor dem Fahrzeug in einer Entfernung von bis zu 160 Metern mit einem speziellen Infrarotfilter ausgerüstet. Prinzipiell sind alle Kameras eines Fahrzeugs mit Infrarotfiltern ausgestattet, weil Lichtwellen im Infrarotspektrum die Farbdarstellung einer Kamera stören könnten. 
Doch hier wird dieser Filter in einem kleinen Bereich vor der Kameralinse geöffnet, um einen klar umrissenen Wellenbereich des Infrarotlichts für eine noch exaktere Bilddarstellung zu nutzen. 
 
Das klare Ziel: künftig auch bei Nebel eine bessere Sicht und damit mehr Sicherheit zu ermöglichen. Dies wird durch hochaufgelöste Bilder der Kamera erreicht. 
Je mehr Pixel, desto größer allerdings auch die Datenmengen. 
Mal abgesehen von speziellen Anwendungen mit bis zu 18 Megapixel, setzt Aumovio für die meisten Anwendungsfälle auf Kamerasysteme mit maximal acht Megapixel um die Bordcomputersysteme nicht zu überlasten. 
 
Die Basis für das hocheffiziente und wegweisende Kameraangebot ist eine Kombination aus hoher Auflösung, modularem Baukasten, Nutzung infraroter Wellenlängen und intelligenter Software zur Kontrastverbesserung.

 



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